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Open Access: German and Dutch in Contrast

Innerhalb der Reihe „Konvergenz und Divergenz “ ist kürzlich Band 11 erschienen:

De Vogelaer, Gunther; Koster, Dietha; Leuschner, Torsten (Hrsg.): German and Dutch in contrast. Synchronic, diachronic and psycholinguistic perspectives. Berlin; Boston: De Gruyter, 2020. ISBN 978-3-11-066839-1 (Printausgabe), 978-3-11-066946-6 (E-Book).

Der Titel wird Open Access bereitgestellt unter der Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Zugang zum E-Book: https://doi.org/10.1515/9783110668476

Bei dieser Neuerscheinung handelt es sich um den Tagungsband der Konferenz „A Germanic Sandwich 2017“ in Münster (wir berichteten). Enthalten sind Beiträge u.a. von Dietha Koster, Sebastian Kürschner, Jessica Nowak, Lukas Urbanek und Gunther De Vogelaer.

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung des De Gruyter Verlags

 

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Herman de Coninckprijs 2020 für Eva Gerlach

Grafik Auszeichnungen

Für ihren Gedichtband Oog (De Arbeiderspers) wurde Eva Gerlach mit dem diesjährigen Herman de Coninckprijs voor poëzie ausgezeichnet.

Die anderen Nominierten auf der Shortlist waren Dominique De Groen mit Sticky drama (Epo), Ellen Deckwitz mit Hogere natuurkunde (Pluim), Asha Karami mit Godface (De bezige Bij), Marieke Lucas Rijneveld mit Fantoommerrie (Atlas Contact) und Marwin Vos mit Het leven van sterren (het balanseer).

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Rezensionen: sehepunkte Nr. 20 (2019), 3

Grafik Rezension

Die aktuelle Ausgabe des Rezensionsjournals „sehepunkte“, Jahrgang 20 (2020), Nr. 3, enthält Buchbesprechungen mit Benelux-Bezug aus den Bereichen „Epochenübergreifend“, „Theorie / Methode / Didaktik“ und „Kunstgeschichte“.

Christian Henrich-Franke / Claudia Hiepel / Guido Thiemeyer et al. (Hgg.): Grenzüberschreitende institutionalisierte Zusammenarbeit von der Antike bis zur Gegenwart (Historische Dimensionen Europäischer Integration; Bd. 30), Baden-Baden: NOMOS 2019, ISBN 978-3-8487-6030-5, rezensiert von Eva Schäffler. In diesem Sammelband sind zwei beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa. Die deutsch-niederländische EUREGIO“ (Claudia Hiepel) und „Vertrauensbildung in grenzüberschreitenden Kooperationen. Das Beispiel der Deutsch-Niederländischen Telegraphengesellschaft“ (Nicola Jahn). URL: http://www.sehepunkte.de/2020/03/33586.html

Manuel Köster / Holger Thünemann / Meik Zülsdorf-Kersting (eds.): Researching History Education. International Perspectives and Disciplinary Traditions (Geschichtsunterricht erforschen; Bd. 4), 2. vollst. überarb. u. aktual. Aufl., Frankfurt/M.: Wochenschau-Verlag 2019, ISBN 978-3-7344-0813-7, rezensiert von Karl Gunnar Hammarlund. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Insights from Dutch Research on History Education. Historical Reasoning and a Chronological Frame of Reference“ (Carla van Boxtel). URL: http://www.sehepunkte.de/2020/03/33350.html

Detlev Freigang: Das Porzellan Ostasiens und die Delfter Fayence. In Interieurs dynastischer Inszenierungen & politischer Selbstvergewisserungsstrategien im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte; Bd. 132), Petersberg: Michael Imhof Verlag 2015, ISBN 978-3-7319-0135-8, rezensiert von Christian Lechelt. URL: http://www.sehepunkte.de/2020/03/30035.html

Mirjam Neumeister (Hg.): Van Dyck. Gemälde von Anthonis van Dyck, München: Hirmer 2019, 419 S., 495 Farbabb., ISBN 978-3-7774-3336-3 Anna Simon. URL:  http://www.sehepunkte.de/2020/03/33727.html

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CfP: Deutsch-Niederländischer Arbeitskreis für Adelsgeschichte

Unter dem Titel „Ende der Adelskultur? Strategien zum Überleben (1918-1950) organisiert der Deutsch-Niederländische Arbeitskreis für Adelsgeschichte am 29. und 30. Oktober 2020 auf Schloss Doorwerth bei Arnheim sein 6. Symposium.

Aus dem Call for Papers:

„In den letzten Jahrzehnten aber hat sich das wissenschaftliche Interesse an die Adelsgeschichte des 20. Jahrhunderts erheblich gesteigert. Das 6. Symposium des Deutsch-niederländischen Arbeitskreises für Adelsgeschichte will sich in interdisziplinärem und komparativem Dialog mit der Position des Adels in der ‚entadeligten‘ Gesellschaft beschäftigen. Welche Strategien verfolgten adlige Personen, Familien und Organisationen in Deutschland und den Niederlanden, um nach dem Ersten Weltkrieg, der ‚Urkatastrophe des Zwanzigsten Jahrhunderts‘, im sozialen, politischen und kulturellen Bereich zu überleben?
Der Themenbereich des Symposiums beschränkt sich ausdrücklich nicht auf (adlige) Personen und Institutionen. Auch die Betreuung des kulturellen und materiellen Nachlasses des Adels stellt ein wichtiges Thema dar.“

Die Deadline für das Einreichen von Abstracts ist der 23. April 2020.

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Schloss Doorwerth bei Arnheim

Bildnachweis: Vincent van Zeijst / CC BY-SA

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Absage DoHa 2020 in Berlin

Wie das Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität Berlin mitteilt, ist das ursprünglich vom 26. bis zum 28.03.2020 geplante Colloquium voor doctorandi en habilitandi (DoHa) aus aktuellem Anlass zum Schutz vor Sars-CoV-2 abgesagt worden.

Nach derzeitigem Stand der Planungen soll es jedoch einen Nachholtermin geben.

Weitere Informationen finden Sie in Kürze hier.

Philologische Bibliothek der FU Berlin

Bildnachweis: By Torinberl [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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CfP: Historische Beneluxforschung und Digital History

Tagungsgrafik

Tagungsgrafik

Veranstaltungsort: Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Veranstaltet durch: Arbeitskreis Deutsch-Niederländische Geschichte, Arbeitskreis Historische Belgienforschung, Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies

Datum: Do, 24.09.2020 bis Sa, 26.09.2020

Bewerbungsschluss: 03.05.2020

„[H]istorical research and writing in the digital age are currently in a hybrid state of flux and can only advance by engaging critically with how historical practice is changing“, konstatierte Gerben Zaagsma 2013 in seinem programmatischen Aufsatz.[1] An der Notwendigkeit, die Veränderungen durch die Digital History zu reflektieren, hat sich seither wenig geändert. Im Gegenteil: Mittlerweile gibt es keine Disziplin der Geschichtswissenschaften mehr, in der das Digitale keine Rolle spielt. Veränderungen bei Literaturrecherchen und Quellensammlung, neue Modi des digitalen Schreibens, elektronische Datenverarbeitung und Kommunikation haben längst ihren Weg in den wissenschaftlichen Alltag gefunden. Digital Humanities und Digital History sind inzwischen zu Begriffen geworden, die keine kurzfristige Konjunktur beschreiben, sondern einen Paradigmenwechsel andeuten.

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die aktuellen Fragestellungen und Projekte im Feld der Beneluxgeschichte aus? Wie verändert sie den Blick auf die Gegenstände der historischen Forschung? Welche Methoden und Quellen bringt sie mit sich? Zu diesem Themenkomplex planen der Arbeitskreis Deutsch-Niederländische Geschichte (ADNG-WDNG) und der Arbeitskreis Historische Belgienforschung (AHB) in Kooperation mit dem Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies (FID Benelux) einen gemeinsamen Workshop. Partnerinstitutionen sind das Duitsland Instituut Amsterdam und das Zentrum für Niederlande-Studien der WWU Münster.

Die Zusammenarbeit der drei Einrichtungen stellt in dieser Form ein Novum dar. In den vergangenen Jahren haben die beiden historischen Arbeitskreise unabhängig voneinander in regelmäßigen Abständen Workshops zu verschiedenen Aspekten der deutsch-niederländischen bzw. deutsch-belgischen Geschichte durchgeführt, um laufende Forschungsarbeiten vorzustellen und kritisch zu diskutieren. Beide Arbeitskreise verstehen sich zudem als überinstitutionelle Vernetzungsorgane für Historiker*innen, insbesondere auch Nachwuchswissenschaftler*innen. Der bewährte Charakter der bisherigen ADNG-WDNG- und AHB-Workshops soll beibehalten und in Zusammenarbeit mit dem FID Benelux um Aspekte der digitalen Geschichtswissenschaft erweitert werden. Mit dem Thema der Digital History soll ein Forum für aktuelle Themen und Forschungsprojekte der historischen Niederlande-, Belgien- und Luxemburgforschung wie auch der transnationalen (Transfer- und Verflechtungs-)Geschichte zwischen Deutschland und den Beneluxländern geboten werden.

Themen und Fragestellungen mit digitalen Komponenten können beispielsweise umfassen: digitale Textkorpora, digitale Handbücher und Quelleneditionen, Text- und Datamining, Suchmaschinen, Nachweisinstrumente und Geschichtsportale, partizipative Erschließungsprojekte, Online-Ausstellungen, Virtual oder Augmented Reality, Datenbankdesign, Literaturverwaltung, digitale Netzwerkanalysen, digitale Hermeneutik, Wikis und Foren, Weblogs, Soziale Netzwerke, kollaboratives Schreiben, Crowdsourcing, Open-Access-(Transformation), Forschungsdatenmanagement, Standardisierung und Normdaten, multilinguale Anwendungen u.v.a.m. Die einzelnen Beiträge sollten die spezifische Fragestellung des jeweiligen Projektes und den gewählten methodischen Zugang vorstellen und zugleich die Vorteile sowie ggf. die Schwierigkeiten und Herausforderungen dieser Methoden kritisch diskutieren.

Darüber hinaus sind zwei Schwerpunkte vorgesehen, in denen Forschungsarbeiten auch ohne digitalen Bezug vorgestellt und diskutiert werden können. Dazu ist die Rahmung der Veranstaltung durch zwei Foren der beiden Arbeitskreise geplant, in denen geplante, laufende oder kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekte, Dissertationsvorhaben u.ä. auf dem Gebiet der historischen Beneluxforschung − inklusive der Kolonialgeschichte – präsentiert werden können. Dabei sind Beiträge aus allen Epochen willkommen.

Der Workshop ist interdisziplinär ausgerichtet und lädt ausdrücklich nicht nur Historiker*innen, sondern auch Forschende aus verwandten Disziplinen mit historischem Bezug zur Vorstellung ihrer Projekte ein, so etwa aus den Literaturwissenschaften, der Kunst- und Kulturwissenschaft, der Theologie oder den Politik- und Sozialwissenschaften. Vortragssprachen sind Englisch und Deutsch. Bei Diskussion und Kommunikation möchten wir darüber hinaus rezeptive Mehrsprachigkeit (auch für Niederländisch und Französisch) praktizieren.

Geplant sind Vorträge von 15-20 Minuten Dauer mit anschließender Diskussion. Bitte senden Sie Ihr Abstract (max. 400 Wörter) mit einem kurzen CV bis zum 3. Mai 2020 an die E-Mail-Adresse fid.benelux@uni-muenster.de. Eine Rückmeldung über die akzeptierten Vorträge wird bis Ende Juni 2020 erfolgen. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Reise- und Unterbringungskosten der Referierenden können bis zu einer bestimmten Höhe übernommen werden. Eine Open-Access-Publikation der Beiträge des Workshops ist geplant.

Wir freuen uns auf Ihre Ideen und auf eine anregende Tagung!

Konzeption und Organisation:
Marieke Oprel und Markus Wegewitz (ADNG-WDNG)
Tatjana Mrowka (AHB)
Bernhard Liemann und Ilona Riek (FID Benelux)

 

[1] Zaagsma, Gerben: On Digital History, in: BMGN – Low Countries Historical Review 128/4, 2013, S. 3–29, hier S. 29. DOI: https://doi.org/10.18352/bmgn-lchr.9344
Bildnachweis: Die Karte „Descriptio Germaniae Inferioris“ von Abraham Ortelius (Antwerpen, 1570) entstammt der digitalisierten Kartensammlung der Universitäts- und Landesbibliothek Münster. Das Digitalisat ist mit der Public Domain Mark 1.0 versehen.

 

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DoHa 2020 in Berlin

Vom 26. bis zum 28.03.2020 findet am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität Berlin das Colloquium voor doctorandi en habilitandi (DoHa) statt. Das DoHa-Kolloquium ist ein regelmäßig abgehaltener Kongress, der Nachwuchswissenschaftler*innen die Möglichkeit bietet, ihre Forschung vorzustellen. Er wird in diesem Jahr gemeinsam vom Niederlandistenverband und von Comenius, der Vereinigung der Niederlandist*innen in Mittel- und Osteuropa, organisiert.

Eine Anmeldung ist noch bis zum 15. März 2020 möglich.

Das Programm der Tagung können Sie hier abrufen (PDF-Datei).

Hier finden Sie mehr Informationen.

Nachtrag 12.03.2020, bitte beachten:

Das DoHa-Kolloquium wurde aufgrund des Coronavirus abgesagt.

Philologische Bibliothek der FU Berlin

Bildnachweis: By Torinberl [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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Aktuelle Neuerscheinungen zur Beneluxforschung

Abbildung Buchcover Leuker, Maria-Theresia / Arens, Esther Helena / Kießling, Charlotte: "Rumphius‘ Naturkunde. Zirkulation in kolonialen Wissensräumen."

Gerne machen wir Sie auf folgende drei Neuerscheinungen zur Beneluxforschung aufmerksam:

Zitat aus dem Klappentext: „Seit dem 14. Jahrhundert nistete sich Papier in Europa in nahezu jede kulturelle Nische ein – nicht nur in Briefen, Rechnungsbüchern, Akten und Publikationen wird dies materiell sichtbar. In Anlehnung an Materialitätsfragen zur historischen Kommunikation interpretiert die Studie die Epoche „Frühe Neuzeit“ (circa 1400-1800) als eine papierne Epoche, in der handgemachtes Papier nicht nur überall benötigt, sondern auch produziert und gehandelt wurde. Mithilfe von wirtschaftssoziologischen, kommunikationshistorischen und buchwissenschaftlichen Ansätzen wird die Materialität und Sozialität eines wirtschaftlichen Aktivitätenbereichs thematisiert, in dem jährlich Abermillionen papierne Waren bewegt, gelagert und verkauft worden sind. Als exemplarischer Einblick in den historischen Papierhandel dienen die Märkte für den Handel mit Papier in Amsterdam.“

Zitat aus dem Klappentext: „Im Ersten Weltkrieg wurden mehr als 60.000 Belgier zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert. Fast 8.000 von ihnen waren seit Herbst 1916 im Kriegsgefangenenlager Meschede im Sauerland interniert. 102 von ihnen kamen ums Leben und fanden auf dem ehemaligen Lagerfriedhof ihre letzte Ruhe. Für die religiöse Begleitung der belgischen Zwangsarbeiter war der katholische Seelsorger Ferdinand Wagener (1871–1931) verantwortlich. In seinen handschriftlichen „Notizen“ schilderte Wagener nicht nur die Zustände im Lager, sondern auch die besonders harten Bedingungen, unter denen die belgischen Deportierten dort sowie auf den zahlreichen Arbeitskommandos in Südwestfalen zu leiden hatten.“

Zitat aus dem Klappentext: „Der Naturforscher Georg Everhard Rumphius (1627–1702) war als Kaufmann in der niederländischen Ostindien-Kompanie tätig. Seine Texte D’Amboinsche Rariteitkamer (1705) und Het Amboinsche Kruid-boek (1741–1755) wurden bislang wissenschaftshistorisch als Beitrag zur botanischen und zoologischen Taxonomie archiviert und literaturhistorisch als Teil der niederländischsprachigen Kolonialliteratur kanonisiert.
Die interdisziplinäre Studie analysiert die Produktion von Wissen anhand der naturhistorischen Texte von Rumphius. Die Texte und Illustrationen werden ausgehend von der Dynamik ihrer Entstehung auf der molukkischen Insel Ambon nach der Möglichkeit neuer Wissensräume zwischen dem heutigen Indonesien und Nordwesteuropa befragt, wobei Produktion und Rezeption naturkundlichen Wissens als Zirkulation im Kontakt asiatischer und europäischer Akteur*innen verstanden wird.“

Cover Rumphius' Naturkunde

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung des Harrassowitz Verlags

 

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Boekenweek in den Niederlanden

Foto Özcan Akyol

Die alljährlich veranstaltete Boekenweek wird am Freitagabend in der Stadsschouwburg Amsterdam mit dem traditionellen Boekenbal eröffnet. Rund um das Thema Rebellen en dwarsdenkers stehen bis zum 15. März zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen auf dem Programm.

Wer in diesem Zeitraum für mindestens 15 Euro im niederländischen Buchhandel einkauft, erhält den Titel Leon & Juliette von Annejet van der Zijl gratis als Boekenweekgeschenk dazu. Das Boekenweek-Essay mit dem Titel Generaal zonder leger wurde in diesem Jahr von Özcan Akyol verfasst. Für das Boekenweekgedicht mit dem Titel REBEL zeichnet Ellen Deckwitz verantwortlich.

Alles Wissenswerte zur diesjährigen Boekenweek erfahren Sie hier.

Foto Özcan Akyol

Özcan Akyol, Verfasser des diesjährigen Boekenweek-Essays

Bildnachweis: Myrthe van Pelt / CC BY-SA

 

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CFP: Tagung „Femmes de Lettres“ im 17. und 18. Jahrhundert

Porträt Betje Wolff

Gerne machen wir auf den nachfolgenden Call for Papers aufmerksam:

Für die Jahrestagung „Femmes de Lettres“ im September 2020 in Berlin sind im Sinne einer transphilologischen Herangehensweise ausdrücklich auch Beiträge gewünscht, in denen literarische Schriften niederländischsprachiger Autorinnen präsentiert werden.

CFP: Das Schreiben in die Hand nehmen: Transphilologische Jahrestagung ‚Femmes de Lettres‘ im 17. und 18. Jahrhundert (FONTE-Stiftung) am 3./4. September 2020 an der HU Berlin

In ihrer Poetikvorlesung erinnert Christa Wolf daran, dass das Wort ‚Emanzipation‘ ursprünglich mit der mancipatio zusammenhängt, dem Rechtsgeschäft, durch das verschiedene res mancipi (Gegenstände, Sklaven) einem neuen Besitzer übertragen werden, der sie – manu capere – mit der Hand erfasst. Die emancipatio weise dagegen auf die Entlassung aus dieser Handhabe der einen durch andere. Emanzipation bedeutet von hier aus gedacht und im Sinne einer Geschichte der Frauenrechte die Selbstentlassung von Frauen aus der Handhabe anderer, ihr Selbsterfassen eigener Angelegenheiten.

Die zweite, von der FONTE-Stiftung geförderte Jahrestagung ‚Femmes de Lettres‘ möchte vorrangig das Vorhaben der ersten Tagung weiterverfolgen, Autorinnen vom 17. bis 18. Jahrhundert (neu) zu entdecken, die das literarische Schreiben und mit diesem Schreiben oftmals auch ihre eigene Geschichte selbst in die Hand genommen haben. Wir suchen im Sinne einer transphilologischen Herangehensweise Beiträge, in denen literarische Schriften von europäischen Autorinnen dieser Jahrhunderte vorgestellt werden.

Zugleich soll die Tagung zur Diskussion darüber anregen, wie das literaturwissenschaftliche Schreiben über die Geschichte der Literatur selbst neu zu schreiben wäre als Umschrift, Weiterschrift, als re-writing und Eröffnung neuer Denkbereiche.

Die Jahrestagung steht im Kontext des Symposiums ‚Femmes de Lettres‘, die 2019 an der Humboldt-Universität zu Berlin stattgefunden hat und zu der ein Sammelband (Hg. Marina O. Hertrampf) unter dem Titel Femmes de lettres. Wiederentdeckungen und Neulektüren europäischer Autorinnen des 17. und 18. Jahrhunderts (Frank & Timme 2020) erscheinen wird. Angebunden an diese Tagung ist die von der FONTE-Stiftung herausgegebene, im Berliner Secession-Verlag erscheinende Buchreihe ‚Femmes de Lettres‘, in der bereits Texte der Autorinnen Louise Labé, Christiana Mariana von Ziegler sowie Francoise de Grafigny erschienen sind.

Zusendungen von Abstracts bis zu 400 Wörtern sind bitte – zusammen mit einer Biobibliographie – bis zum 15.04.2020 zu richten an:

annina.klappert@hu-berlin.de und krollren@cms.hu-berlin.de

Abbildung Betje Wolff

Betje (Elizabeth) Wolff, *1738 in Vlissingen, + 1804 in Den Haag, niederländische Schriftstellerin

Bildnachweis: Unknown author / Public domain

 

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