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NS Publieksprijs 2020 für Rutger Bregman

Rutger Bregman erhält für De meeste mensen deugen. Een nieuwe geschiedenis van de mens (de Correspondent, 2019) den diesjährigen NS Publieksprijs. Der niederländische Autor kann die Abstimmung mit 26 Prozent für sich entscheiden und gewinnt den mit 7.500 Euro dotierten Publikumspreis. Die deutsche Übersetzung trägt den Titel Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit (Rowohlt, 2020).

Die anderen Nominierten waren Edwin Schoon mit BASTA (Lebowski, 2019), Herman Finkers mit De cursus ‘Omgaan met teleurstellingen’ gaat wederom niet door (Neuauflage, Thomas Rap, 2019), Astrid Holleeder mit Familiegeheimen (Lebowski, 2019), Geert Mak mit Grote verwachtingen (Atlas Contact, 2019) und Roxane van Iperen mit ′t Hooge Nest (Lebowski, 2019).

Mehr Informationen bei der Stichting Collectieve Propaganda van het Nederlandse Boek.

Rutger Bregman (2017)

Bildnachweis: Steve Jurvetson, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

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Nationallizenz für Book Sales Catalogues Online

Logo FID-Lizenzen

Der FID Benelux freut sich, in Kooperation mit dem Fachinformationsdienst Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel eine neue Nationallizenz anbieten zu können:

Book Sales Catalogues Online (BSCO)

Die Volltextdatenbank Book Sales Catalogues Online ist eine umfassende Bibliografie von Buchverkaufskatalogen, die vor dem Jahr 1801 in der Niederländischen Republik gedruckt wurden. Sie bietet über ein Suchmenü Zugang zu etwa 3.750 digitalen Faksimiles aus ca. 50 Bibliotheken in ganz Europa, darunter bedeutende Sammlungen in den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Russland. Diese Kataloge sind eine wichtige Primärquelle für Forschungen zur Buch- und Bibliotheksgeschichte, zur Ideengeschichte, zur Sammlungsgeschichte, zur Literaturgeschichte und zur Kunstgeschichte.

Mehr Details zu BSCO sind auf den Seiten des Verlags Brill nachzulesen.

Wissenschaftliche Bibliotheken in ganz Deutschland können sich unter www.nationallizenzen.de kostenfrei für die Datenbank registrieren lassen und das Angebot so für ihre Nutzerinnen und Nutzer zugreifbar machen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Ihre jeweilige Heimatbibliothek, falls dort noch kein Zugriff auf BSCO besteht.

Falls ihnen der Zugang über ein Universitätsnetz bzw. über ihre wissenschaftliche Bibliothek nicht zur Verfügung steht, können sich Privatpersonen mit ständigem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland ebenfalls für einen kostenlosen Zugriff registrieren lassen. Hier geht es zur Anmeldung für Einzelpersonen.

Für Privatpersonen stehen folgende Anleitungen zur Nutzung der Nationallizenzen zur Verfügung:

BSCO ist in der Angebotsübersicht der Nationallizenzen für Einzelnutzer:innen und wissenschaftliche Institutionen in der Rubrik „Bibliographische Datenbanken“ zu finden.

Für Fragen bezüglich des Zugangs zu der Datenbank oder zu anderen FID-Lizenzangeboten stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Mehr Informationen über das aktuelle Gesamtangebot des FID Benelux im Bereich FID- und Nationallizenzen erhalten Sie hier.

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Kongress: Kino, Krieg und Tulpen. Deutsch-Niederländische Filmbeziehungen

Grafik Filmrolle

Vom 20. bis 22. November 2020 findet der 33. Internationale Filmhistorische Kongress statt. Unter dem Titel „Kino, Krieg und Tulpen“ steht die Veranstaltung in diesem Jahr ganz im Zeichen der deutsch-niederländischen Filmbeziehungen.

Coronabedingt kann der Kongress nicht im Metropolis Kino Hamburg durchgeführt werden. Stattdessen wird ein Live-Stream via Zoom angeboten. Für die Teilnahme ist eine kostenpflichtige Akkreditierung erforderlich. Wenn Sie teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte über dieses Akkreditierungsformular an. Sie bekommen nach der Anmeldung zeitnah zur Veranstaltung eine Registrierungsmail mit den Zugangsdaten zum Live-Stream. Sie können sich für alle Tage zusammen akkreditieren oder für einzelne Tage.

Freitag, 20.11.2020

  • 09:30–09:45 Uhr: Begrüßung
  • 09:45–10:15 Uhr: Ivo Blom (Vrije Universiteit Amsterdam): Key Note
  • 10:45–11:30 Uhr: Thomas Tode (Hamburg): Das Licht Hollands. Von Landschaftsmalern, Naturdokumentaristen und geborenen Internationalisten. Austauschprozesse zwischen niederländischer und deutscher Filmavantgarde
  • 12:00–12:45 Uhr: Rommy Albers (Eye Filmmuseum Amsterdam): Haro van Peski – Zwischen Berlin und Amsterdam
  • 14:00–14:45 Uhr: Annette Schulz (Eye Filmmuseum, Amsterdam): Rudi Meyer – eine Bank!?
  • 15:15–16:00 Uhr: André van der Velden (Universiteit Utrecht): Luxor, Rembrandt und Asta: drei Ufa-Kinopaläste in den Niederlanden, 1918–1944

Samstag, 21.11.2020

  • 09:30–10:15 Uhr: Evelyn Hampicke (Berlin): Drehte für Deutschland – Frits van Dongen, ein Niederländer in Harlans Filmen VERWEHTE SPUREN und DIE REISE NACH TILSIT
  • 10:35–11.20 Uhr: Timur Sijaric (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien): Appropriating a Dutch Myth, Germanizing History. Film music and Genius’ Cult in REMBRANDT (1941/1942)
  • 11:40–12:25 Uhr: Kathinka Dittrich van Weringh (Köln): Der niederländische Spielfilm der dreißiger Jahre und die deutsche Filmemigration
  • 12:35–13:00 Uhr: Rommy Albers (Eye Filmmuseum Amsterdam): Präsentation Eye Filmmuseum
  • 14:00–14:45 Uhr: Tobias Temming (Münster): Selbstbild und Fremdbild im niederländischen Kriegsfilm 1948 bis 1962
  • 15:15–16:00 Uhr: Katja S. Baumgärtner (Humboldt-Unversität Berlin): „Der Film beginnt ohne Musik – auf der Leinwand erscheint das Portraitfoto eines weiblichen Häftlings“ – Joop Huisken, Renate Drescher und der Film über das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück

Sonntag, 22.11.2020

  • 09:30–10:15 Uhr: Anke Steinborn (Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)): Maler des Lichts. Bert Haanstra zwischen niederländischer Klassik und deutscher Avantgarde
  • 10:35–11:20 Uhr: Karl Griep (Berlin): Das Bild der Niederlande in den Periodikafilmen der Deutschen Wochenschau GmbH (DW)
  • 12:00–12:45 Uhr: Anna Schober-de Graaf (Universität Klagenfurt): Doubles for everyone: Transit characters as tactics for involving the public in Dutch documentaries since the 1960s.
  • 14:00–14:45 Uhr: Michael Töteberg (Hamburg): Kopf und Bauch. Rob Houwer und Laurens Straub helfen dem Neuen deutschen Film auf die Beine
  • 15:15–16:00 Uhr: Abschlussdiskussion

Noch vor Kongressbeginn halten Karel Margry (Utrecht) und Valentine Kuypers (Beeld en Geluid, Hilversum) am Mittwoch, den 18. November von 17:00 bis 18:45 Uhr einen Online-Vortrag mit dem Titel „Westerbork – Theresienstadt. Zwei filmische Stationen des Holocaust“. Für die Teilnahme können Sie sich hier kostenlos registrieren.

Der 33. Internationale Filmhistorische Kongress ist integraler Teil des cinefest Hamburg – 17. Internationales Festival des deutschen Film-Erbes. Für die Onlineausgabe wurde in Kooperation mit dem Eye Filmmuseum Amsterdam ein Programm mit Filmen deutscher Exilanten in den Niederlanden der 1930er Jahre zusammengestellt. Ergänzt wird das Programm durch einige Specials und Online-Veranstaltungen. Die Filme sind ohne Anmeldung zugänglich und kostenfrei (Spenden willkommen).

 

Grafik Filmrolle

Bildnachweis: Public Domain

 

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Neu im Web: BrOOC – Brussel Ontcijferd | Bruxelles décryptée

Foto Brüssel Atomium

Sie wollten immer schon mehr über Brüssel erfahren oder Brüssel zum Thema in Lehrveranstaltungen oder im Niederländisch- bzw. Französischunterricht machen? Ein neuer MOOC (Massive Open Online Course) des Brussels Studies Institute (BSI) macht es möglich!

BrOOC – Brussel Ontcijferd | Bruxelles décryptée ist ein kostenfreier zweisprachiger Online-Kurs, der Lehr-Lerneinheiten zu unterschiedlichen Facetten Brüssels – darunter Stadtgeschichte, Geografie, Soziologie und Politik – in niederländischer und französischer Sprache anbietet. Eine englischsprachige Ausgabe ist in Planung. Die Abkürzung BrOOC steht für „Brussels Open Online Course“.

Der Kurs enthält unter anderem kurze einführende Videos, bei denen wahlweise Bildunterschriften in niederländischer oder französischer Sprache eingeblendet werden können (Tipp: Auf den CC-Button im unteren Bedienfeld klicken!), mit Zusatzinformationen angereichertes Kartenmaterial, das zum Entdecken der Stadt und des Umlandes einlädt, sowie verschiedene interaktive Übungen zur Lernkontrolle.

Die Freischaltung der ersten vier Lerneinheiten erfolgte Ende September, zwei weitere sollen in Kürze folgen. Die Nutzer:innen des Kurses werden ausdrücklich dazu ermuntert, sich mit Vorschlägen und Kommentaren zu beteiligen, um die Qualität des Angebots zu optimieren.

Foto Brüssel Atomium

Brüssel, Atomium | Bildnachweis: Dimitris Vetsikas via Pixabay

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Deutsch-niederländischer Dialog zur Zukunft der Bibliotheken

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Am kommenden Montag, 16. November 2020, startet die digitale Seminarreihe Deutsch-Niederländischer Dialog zur Zukunft der Bibliotheken | German-Dutch dialogue on the future of libraries. Das Thema des ersten Online-Seminars lautet: „Why do libraries need buildings?“ Die Veranstaltung beginnt um 11:00 Uhr und dauert ca. eine Stunde.

Im Anschluss daran werden im monatlichen Turnus aktuelle Themen, die Bibliothekar:innen in beiden Ländern beschäftigen, in jeweils einstündigen Diskussionen vorgestellt.

Veranstalter sind die Bibliotheksverbände BID und FOBID. Konferenzsprache ist Englisch.

Weitere Termine und Themen sind:

  • Montag, 14.Dezember 2020, 11 Uhr: UX-design – user experienced design and organization of research support at university libraries
  • Montag, 18. Januar 2021, 11 Uhr: Sustainability and libraries – agenda 2030
  • Montag, 15. Februar 2021, 11 Uhr: Artificial intelligence and libraries
  • Montag, 15. März 2021, 11 Uhr: Library staff: identifying, qualifying, employing and training
  • Montag, 12. April 2021, 11 Uhr: Central services for public libraries

Eine Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen kann über folgenden Link erfolgen: https://eur-nl.libcal.com/calendar/BID-FOBID-webinars

Mehr Informationen zu den virtuellen Seminaren und zum Partnerland-Programm sind auf den Seiten von Bibliothek & Information Deutschland (BID) zu finden.
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FID-Lizenzen: Neue Brill-E-Books

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Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir unser E-Book-Angebot Brill E-Books Benelux/Low Countries Studies auf mittlerweile 130 Titel ausweiten konnten.

Brill E-Books Benelux/Low Countries Studies ist ein individuell durch den FID Benelux zusammengestelltes Paket, das einen großen Teil der E-Book-Titel mit Benelux-Bezug aus dem Angebot des Wissenschaftsverlags Brill umfasst und regelmäßig um aktuelle Neuerscheinungen ergänzt wird.

Die folgenden aktuellen Titel aus den Jahren 2019 und 2020 – im Fall von „Cultural Criticism in the Netherlands, 1933-1940“ sogar mit dem offiziellen Erscheinungsjahr 2021 – wurden dem Angebot hinzugefügt:

Victims and Perpetrators. Dutch Shoah, 1933/45 and beyond 9783657792184
Locations of Knowledge in Dutch Contexts 9789004264885
Reformation and the Practice of Toleration 9789004353954
The Golden Mean of Languages: Forging Dutch and French in the Early Modern Low Countries (1540-1620) 9789004408593
The Eclipse of Liberal Protestantism in the Netherlands: Religious, Social, and International Perspectives on the Dutch Modernist Movement (1870-1940) 9789004410084
Ambitious Antiquities, Famous Forebears: Constructions of a Glorious Past in the Early Modern Netherlands and in Europe 9789004410657
Forgotten Diplomacy: The Modern Remaking of Dutch-Chinese Relations, 1927–1950 9789004410923
The Dutch Republic and the Birth of Modern Advertising 9789004413818
New Light on the Old Colony. Plymouth, the Dutch Context of Toleration, and Patterns of Pilgrim Commemoration 9789004420557
News, Business and Public Information. Advertisements and Announcements in Dutch and Flemish Newspapers, 1620-1675 9789004421097
Prosecuting Women. A Comparative Perspective on Crime and Gender Before the Dutch Criminal Courts, c.1600-1810 9789004424913
Daniel Heinsius, Auriacus, sive Libertas saucia (Orange, or Liberty Wounded), 1602 9789004425361
Cultural Criticism in the Netherlands, 1933-1940. The Newspaper Columns of Menno ter Braak 9789004426627

Der Zugang zu den Brill E-Books Benelux / Low Countries Studies wie zu allen anderen lizenzpflichtigen Ressourcen des FID Benelux ist kostenfrei für die Endnutzer:innen. Aus lizenzrechtlichen Gründen ist jedoch eine vorherige Registrierung erforderlich.

Angehörige von 60 Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland können für die Nutzung dieser E-Books freigeschaltet werden. Hierfür ist eine persönliche Registrierung als Einzelnutzer:in erforderlich. Hier die Liste der Einrichtungen, für die eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen wurde.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung!

Geben Sie uns darüber hinaus gerne Bescheid, falls Sie einen Titel mit Benelux-Bezug in der Brill-E-Books Benelux/Low Countries Studies-Kollektion vermissen. Sofern der betreffende Titel unserem Erwerbungsprofil entspricht, kümmern wir uns gerne um eine Aufnahme in unsere Sammlung.

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Libris Geschiedenis Prijs 2020 für Pieter van Os

Grafik Auszeichnungen

Der niederländische Journalist Pieter van Os wurde für sein Werk Liever dier dan mens. Een overlevingsverhaal (Prometheus, 2019) mit dem Libris Geschiedenis Prijs 2020 ausgezeichnet.

Das Buch erzählt die Überlebensgeschichte von Mala Rivka Kizel, die 1926 in eine jüdisch-orthodoxe Familie in Warschau geboren wurde. Als einziges Familienmitglied überlebte sie die Shoah. Dies gelang ihr, indem sie über sechs Jahre lang verschiedene Identitäten als vermeintliche sogenannte Volksdeutsche annahm. Heute lebt die mittlerweile 94-Jährige Mala Rivka Kizel in Amstelveen bei Amsterdam. Pieter van Os schrieb ihre Biografie während seiner Zeit als Korrespondent für De Groene Amsterdammer und NRC Handelsblad in Warschau.

Lesen Sie hier ein Interview mit dem Preisträger Pieter van Os.

Die anderen Nominierten auf der Shortlist waren Enny de Bruijn mit De hoeve en het hart. Een boerenfamilie in de Gouden Eeuw (Prometheus, 2019), Mar Oomen mit Missievaders. Een familiegeschiedenis van katholieke wereldverbeteraars (Atlas Contact, 2019), Angelie Sens mit De kolonieman. Johannes van den Bosch (1780-1844), volksverheffer in naam van de koning (Balans, 2019) und Eva Vriend mit Eens ging de zee hier tekeer. Het verhaal van de Zuiderzee en haar kustbewoners (Atlas Contact, 2020).

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Open Access: Dissertation zur „Nieuwe Zakelijkheid“

Foto Dr. Janka Wagner

Gemeinsam mit der Autorin, Dr. Janka Wagner, freuen wir uns darüber, dass ihre Dissertation Sachlichkeit ist tödlich für das Wesen der Kunstpünktlich zur Open-Access-Woche 2020 erschienen ist.

Wagner, Janka: „Sachlichkeit ist tödlich für das Wesen der Kunst“. Funktionen der Debatte um Nieuwe Zakelijkheid im niederländischen Kunstfeld der Zwischenkriegszeit aus feldtheoretischer Perspektive
FID Benelux – Open Access Publications
Schriften aus dem Haus der Niederlande – Band 7
2020, Paperback, 300 Seiten, ISBN: 978-3-8405-1007-6

Foto Dr. Janka Wagner

Dr. Janka Wagner mit ihrer druckfrischen Dissertation
Bildnachweis: FID Benelux

Die Dissertation entstand am Institut für Niederlandistik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Rahmen des DFG-Projekts „Funktionen der Debatte um Nieuwe Zakelijkheid im niederländischen Kunstfeld der Zwischenkriegszeit aus feldtheoretischer Perspektive“ unter Leitung von Prof. Dr. Ralf Grüttemeier. Referent war Prof. Dr. Ralf Grüttemeier, Koreferentin Prof. Dr. Lut Missinne, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

Die Online-Ausgabe wird unter der Lizenz CC BY-SA 4.0 Open Access bereitgestellt.

Unter dem oben aufgeführten Permalink kann zusätzlich auch auf eine mehrere Dateien umfassende bibliografische Anlage zum Thema „Nieuwe Zakelijkheid“ zugegriffen werden.

Die gedruckte Ausgabe ist bei Readbox Unipress erschienen und über den Buchhandel erhältlich.

Inhaltsangabe in deutscher und in englischer Sprache

Ausgehend von der deutschen Malerei verbreitete sich die Neue Sachlichkeit ab 1925 schnell in anderen Kunstdisziplinen und über die deutschen Landesgrenzen hinaus. In den Niederlanden war der literarische Diskurs zur Nieuwe Zakelijkheid rasch von scharfer Polemik geprägt. Literaturkritiker zogen den künstlerischen Status des Konzepts in Zweifel. Mit ihren negativen Äußerungen prägten sie jedoch nicht nur die damaligen Debatten, auch die literaturwissenschaftliche Rezeption der Nieuwe Zakelijkheid war noch bis in die 1990er Jahre von den Urteilen einzelner zeitgenössischer Gegner bestimmt. Diese Arbeit untersucht die Ursachen dieser Polemik, indem die Kritikerurteile nicht als rein poetologisches Werturteil betrachtet werden, sondern als strategisches Positionierungsinstrument der Kritiker im Kampf um Macht und Einfluss im niederländischen Kunstfeld der Zwischenkriegszeit. Dabei werden die literaturkritischen Positionen im breiteren Kontext der anderen Kunstdebatten (u.a. Bildende Kunst und Architektur) analysiert. Auf diese Weise werden interdisziplinäre Korrelationen der Debatten herausgestellt und so eine adäquatere Erklärung für das negative Rezeptionsbild der Nieuwe Zakelijkheid gegeben.

Starting with German paintings in 1925, the concept Neue Sachlichkeit quickly spread to different fields of art, and crossed national borders. In the Netherlands, literary debates on Nieuwe Zakelijkheid were characterized by harsh polemics. Literary critics reviewed this concept negatively by questioning its artistic status. These negative judgements not only dominated contemporary debates, but also affected the literary-historical representation of Nieuwe Zakelijkheid, which was until the 1990s, based on the positions of only a few contemporary opponents. This study investigates the reasons for these harsh polemics, by taking the judgements not just as a theoretical reflection on poetics, but as a strategic positioning-instrument of the critics in their fight for power and recognition in the Dutch artistic field. Proceeding from the literary-critical discussion, the term Nieuwe Zakelijkheid is analysed in the broader context of artistic debates (e.g. visual arts, architecture) of the interwar period. This interdisciplinary approach enables to highlight correlations between the different artistic debates and promises a more adequate explanation of the negative reception of Nieuwe Zakelijkheid.

FID Benelux – Open Access Publications

> mehr zu FID Benelux – Open Access Publications

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf, wenn auch Sie an einer Open-Access-Veröffentlichung Ihrer beneluxbezogenen Forschungsarbeit interessiert sind! Dann besprechen wir die weiteren Einzelheiten und Möglichkeiten mit Ihnen.

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Jahresprogramm „Seminar on Low Countries History“ 2020/21

Im Studienjahr 2020/21 finden am Institute of Historical Research in London (IHR) wieder zahlreiche Vorträge im Rahmen des „Seminar on Low Countries History“ statt:

Autumn Term

  • Michaël Green (Københavns Universitet): Notions of Privacy in Egodocuments from Early Modern Amsterdam (23.10.2020)
  • Wim Klooster (Clark University, Worcester, Mass.): The Petition to Keep New Netherland: Amsterdam’s Merchants and the Fear of English Ascendancy (06.11.2020)
  • Margaret Schotte (York University, Ontario): Dutch Atlases and Nautical Manuals – Opening the Treasure Chests (20.11.2020)
  • Hal Parker (Saint Louis University): Global Calvinism: Conversion and Commerce in the Dutch Empire, 1600–1800 (04.12.2020)

Spring Term

  • Brianne Dolce (Institute of Historical Research, London): A Disputed Inheritance on the Franco-Belgian Border: Writing the Cultural History of Medieval Arras, 1792–1900 (05.02.2021)
  • Michael Depreter (University of Oxford): The Counts of Flanders, the Towns, and England. Patterns of Diplomatic Competition and Complementarity in Times of Revolt (14th–16th centuries) (19.02.2021)
  • Susanne Friedrich (Ludwig-Maximilians-Universität München): Economies of Knowledge. The Epistemic Cultures in the Dutch East India Company (1602–c. 1650) (05.03.2021)
  • Ad Putter (University of Bristol): The Dutch Hat Makers of Medieval London (19.03.2021)

Summer Term

  • Freya Sierhuis (University of York): Staging Muslim-Jewish Encounters in the Amsterdamse Schouwburg (21.05.2021)
  • Karwan Fatah-Black (Universiteit Leiden): The Changing Understanding of Colonial Slavery in Dutch National History and Identity (04.06.2021)

Alle Vorträge finden freitags um 17:30 Uhr (Londoner Zeit) statt. Alle Vorträge im Autumn Term werden online via Zoom stattfinden. Eine kostenlose Teilnahme ist nach Anmeldung über die Website „Low Countries History Seminar“ möglich.

Hier finden Sie mehr Informationen zum „Seminar on Low Countries History

 

Bildnachweis: By Institute of Historical Research [Public domain], via Wikimedia Commons

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