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Workshop: Historische Beneluxforschung und Digital History

Tagungsgrafik

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Ort: Online

Veranstaltet durch: Arbeitskreis Deutsch-Niederländische Geschichte, Arbeitskreis Historische Belgienforschung, Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies

Datum: Freitag, 25.09.2020 und Samstag, 26.09.2020

ANMELDESCHLUSS: 23.09.2020

Mit Blick auf den Anmeldeschluss am 23. September 2020 weisen wir gerne nochmals auf den Online-Workshop „Historische Beneluxforschung und Digital History“ hin. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung über fid.benelux@uni-muenster.de, Stichwort: DigHistBenelux.
Der Teilnahmelink geht allen Interessierten separat per E-Mail zu.

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die aktuellen Fragestellungen und Projekte im Feld der Beneluxgeschichte aus? Wie verändert sie den Blick auf die Gegenstände der historischen Forschung? Welche Methoden und Quellen bringt sie mit sich? Zu diesem Themenkomplex veranstalten der Arbeitskreis Deutsch-Niederländische Geschichte (ADNG-WDNG) und der Arbeitskreis Historische Belgienforschung (AHB) in Kooperation mit dem Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies (FID Benelux) einen gemeinsamen Workshop. Partnerinstitutionen sind das Duitsland Instituut Amsterdam und das Zentrum für Niederlande-Studien der WWU Münster. Technischer Partner ist die Universität zu Köln.
Der ursprünglich als Präsenzveranstaltung in Münster geplante Workshop findet nun am 25. und 26. September 2020 online statt. Vortragssprachen sind Englisch und Deutsch. Bei Diskussion und Kommunikation möchten wir darüber hinaus rezeptive Mehrsprachigkeit (auch für Niederländisch und Französisch) praktizieren.
Wir freuen uns auf eine anregende Tagung! #DigHistBenelux

Konzeption und Organisation:
Marieke Oprel und Markus Wegewitz (ADNG-WDNG)
Tatjana Mrowka (AHB)
Bernhard Liemann und Ilona Riek (FID Benelux)

Programm:

Freitag 25.09.2020

Fr. 10:30–11:00 Uhr: Opening Session

Fr. 11:00–12:00 Uhr
Keynote: Gerben Zaagsma (University of Luxembourg): The Hybrid Historian: Historical Research in the Digital Age

Fr. 14:00–15:00 Uhr, Session 1
14:00 Uhr: Carlo Lejeune (Zentrum für Ostbelgische Geschichte, Büllingen): Das Zentrum für Ostbelgische Geschichte (ZOG). Ein neuer historischer Zugang über eine umfangreiche Digitalisierung
14:30 Uhr: Nina Janz (University of Luxembourg): WARLUX: The Impact and Legacy of War Experiences in Luxembourg

Fr. 16:00–17:00 Uhr, Session 2
16:00 Uhr: Philippe Beck (University of Luxembourg): Zeitschichten.be – Erkundungen des Zwischenraums Ostbelgien, 1920–2020. Eine virtuelle Ausstellung
16:30 Uhr: Sylvia Asmus (Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main): Exil online. Die virtuelle Ausstellung „Künste im Exil“ und die virtuelle Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek – Zwei Ansätze, eine Plattform.

Samstag 26.09.2020

Sa. 11:00–12:00 Uhr, Session 3
11:00 Uhr: Benjamin van der Linde (Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv, Hamburg): Quellenkritik des Digitalen?! Zum Umgang mit digitalisierten materiellen Quellen am Beispiel von niederländischen Landkarten des 16. bis 19. Jahrhunderts
11:30 Uhr: Sandra Zawrel (Universität Erfurt): ‚Van merkelijk gewin‘ – Der Amsterdamer Papierhandel zwischen 1750 und 1810

Sa. 14:00–15:00 Uhr, Session 4
14:00 Uhr: Aragorn Fuhrmann, Kasper Swerts (Universiteit Antwerpen): Beware the Hammer of Methodological Nationalism. Nationalism, (digital) Historiography and the Encyclopedia of the Flemish Movement.
14:30 Uhr: Ziko van Dijk (Universität Duisburg-Essen): Wikis and Wikipedia for Historians

Sa. 15:00–15:30 Uhr: Closing Session

Bildnachweis: Die Karte „Descriptio Germaniae Inferioris“ von Abraham Ortelius (Antwerpen, 1570) entstammt der digitalisierten Kartensammlung der Universitäts- und Landesbibliothek Münster. Das Digitalisat ist mit der Public Domain Mark 1.0 versehen.

 

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FID Benelux-News 2020/1 erschienen

Unsere Abonnent:innen haben ihn vermutlich schon in ihren E-Mail-Postfächern vorgefunden. Für alle anderen hier der Hinweis:

Heute ist die neueste Ausgabe des FID Benelux-Newsletters erschienen, mit kompakten Informationen über aktuelle Themen, die uns in den letzten Monaten beschäftigt haben. Dazu gehörten natürlich auch die Corona-Pandemie und damit verbunden die Frage, wie wir uns als Fachinformationsdienst in der aktuellen Situation aufstellen können.

 

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Zeitschichten – Erkundungen eines Zwischenraums. Ostbelgien 1920-2020

Am Sonntag, den 20. September 2020 findet von 10:00 bis 12:00 Uhr der Online-Launch der virtuellen Ausstellung „Zeitschichten – Erkundungen eines Zwischenraums. Ostbelgien 1920-2020“ statt.

Aus dem Veranstaltungstext:
„100 Jahre Ostbelgien
Am 20. September 1920 erkannte der Völkerbund die belgische Souveränität über die Kantone Eupen-Malmedy an. Eine virtuelle Ausstellung des Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History (C²DH) wird dieses Jahrhundert ostbelgischer Geschichte nun dauerhaft für Benutzer mit unterschiedlichen Interessen und Kenntnissen präsentieren.“

Eine Veranstaltung der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Kooperation mit dem Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History (C²DH) und dem Zentrum für Ostbelgische Geschichte (ZOG).

Sie möchten live im Internet dabei sein? Dann melden Sie sich bitte hier an:
https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_crTdzbUpTeuuL2dc-O9SMQ

Foto: Haus Grand Ry in Eupen

Haus Grand Ry in Eupen, seit 1984 Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien

Bildnachweis: By Eupen011.jpg: Frinck51, Private collection derivative work: Alupus (Eupen011.jpg) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

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Workshop: Historische Beneluxforschung und Digital History

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Ort: Online

Veranstaltet durch: Arbeitskreis Deutsch-Niederländische Geschichte, Arbeitskreis Historische Belgienforschung, Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies

Datum: Freitag, 25.09.2020 und Samstag, 26.09.2020

ANMELDESCHLUSS: 23.09.2020

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die aktuellen Fragestellungen und Projekte im Feld der Beneluxgeschichte aus? Wie verändert sie den Blick auf die Gegenstände der historischen Forschung? Welche Methoden und Quellen bringt sie mit sich? Zu diesem Themenkomplex veranstalten der Arbeitskreis Deutsch-Niederländische Geschichte (ADNG-WDNG) und der Arbeitskreis Historische Belgienforschung (AHB) in Kooperation mit dem Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies (FID Benelux) einen gemeinsamen Workshop. Partnerinstitutionen sind das Duitsland Instituut Amsterdam und das Zentrum für Niederlande-Studien der WWU Münster. Technischer Partner ist die Universität zu Köln.
Der ursprünglich als Präsenzveranstaltung in Münster geplante Workshop findet nun am 25. und 26. September 2020 online statt. Vortragssprachen sind Englisch und Deutsch. Bei Diskussion und Kommunikation möchten wir darüber hinaus rezeptive Mehrsprachigkeit (auch für Niederländisch und Französisch) praktizieren.
Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Anmeldung über fid.benelux@uni-muenster.de, Stichwort: DigHistBenelux.
Anmeldeschluss ist der 23. September 2020. Der Teilnahmelink geht allen Interessierten separat per E-Mail zu.
Wir freuen uns auf eine anregende Tagung! #DigHistBenelux

Konzeption und Organisation:
Marieke Oprel und Markus Wegewitz (ADNG-WDNG)
Tatjana Mrowka (AHB)
Bernhard Liemann und Ilona Riek (FID Benelux)

Programm:

Freitag 25.09.2020

Fr. 10:30–11:00 Uhr: Opening Session

Fr. 11:00–12:00 Uhr
Keynote: Gerben Zaagsma (University of Luxembourg): The Hybrid Historian: Historical Research in the Digital Age

Fr. 14:00–15:00 Uhr, Session 1
14:00 Uhr: Carlo Lejeune (Zentrum für Ostbelgische Geschichte, Büllingen): Das Zentrum für Ostbelgische Geschichte (ZOG). Ein neuer historischer Zugang über eine umfangreiche Digitalisierung
14:30 Uhr: Nina Janz (University of Luxembourg): WARLUX: The Impact and Legacy of War Experiences in Luxembourg

Fr. 16:00–17:00 Uhr, Session 2
16:00 Uhr: Philippe Beck (University of Luxembourg): Zeitschichten.be – Erkundungen des Zwischenraums Ostbelgien, 1920–2020. Eine virtuelle Ausstellung
16:30 Uhr: Sylvia Asmus (Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main): Exil online. Die virtuelle Ausstellung „Künste im Exil“ und die virtuelle Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek – Zwei Ansätze, eine Plattform.

Samstag 26.09.2020

Sa. 11:00–12:00 Uhr, Session 3
11:00 Uhr: Benjamin van der Linde (Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv, Hamburg): Quellenkritik des Digitalen?! Zum Umgang mit digitalisierten materiellen Quellen am Beispiel von niederländischen Landkarten des 16. bis 19. Jahrhunderts
11:30 Uhr: Sandra Zawrel (Universität Erfurt): ‚Van merkelijk gewin‘ – Der Amsterdamer Papierhandel zwischen 1750 und 1810

Sa. 14:00–15:00 Uhr, Session 4
14:00 Uhr: Aragorn Fuhrmann, Kasper Swerts (Universiteit Antwerpen): Beware the Hammer of Methodological Nationalism. Nationalism, (digital) Historiography and the Encyclopedia of the Flemish Movement.
14:30 Uhr: Ziko van Dijk (Universität Duisburg-Essen): Wikis and Wikipedia for Historians

Sa. 15:00–15:30 Uhr: Closing Session

Bildnachweis: Die Karte „Descriptio Germaniae Inferioris“ von Abraham Ortelius (Antwerpen, 1570) entstammt der digitalisierten Kartensammlung der Universitäts- und Landesbibliothek Münster. Das Digitalisat ist mit der Public Domain Mark 1.0 versehen.

 

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Marieke Lucas Rijneveld gewinnt International Booker Prize

Die niederländische Schriftstellerin Marieke Lucas Rijneveld hat für ihren Roman „The Discomfort of Evening“ (Faber & Faber) den britischen International-Booker-Literaturpreis 2020 gewonnen. Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Pfund teilt sie sich mit ihrer Übersetzerin Michele Hutchison, die den Originaltitel „De avond is ongemak“ (Atlas Contact) ins Englische übersetzte. Die deutsche Übersetzung aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen trägt den Titel „Was man sät“ (Suhrkamp).

Marieke Lucas Rijneveld ist mit 29 Jahren die jüngste Autorin, die je den International-Booker-Literaturpreis erhalten hat. Sie ist die erste Niederländerin, die diese hohe Auszeichnung gewonnen hat, und nach Harry Mulisch (2007) und Tommy Wieringa (2019) erst die dritte niederländische Schriftstellerin, die für den Preis nominiert wurde.

Mehr Informationen auf der Homepage des International Booker Prize

Bericht „Marieke Lucas Rijneveld wins International Booker for The Discomfort of Evening“ (The Guardian)

Bericht „Marieke Lucas Rijneveld wint prestigieuze Booker Prize“ (NRC)

Bericht „International Booker Prize geht an Marieke Lucas Rijneveld“ (Deutsche Welle)

Bericht „Ein Herz aus Hackfleisch“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Bericht „International Booker Prize für Marieke Lucas Rijneveld“ (DER SPIEGEL)

Marieke Lucas Rijneveld (2018)

 

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Podcast: Sendereihe „100 Jahre Ostbelgien“ im BRF

In einer achtteiligen Sendereihe haben sich Christoph Brüll und Andreas Fickers (beide Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History) mit dem Thema „100 Jahre Ostbelgien“ auseinandergesetzt. Die seit Januar 2020 im Belgischen Rundfunk- und Fernsehzentrum der Deutschsprachigen Gemeinschaft (BRF) monatlich erscheinende Reihe steht nunmehr komplett als Podcast zur Verfügung:

  • Folge 1: Zweimal 50 Jahre Ostbelgien (Link via BRF)
  • Folge 2: Das lange 19. Jahrhundert (Link via BRF)
  • Folge 3: Prodeutsch/Probelgisch? Geschichte jenseits von Schwarz-Weiß-Malerei (Link via BRF)
  • Folge 4: „Sorties de guerre“ (Link via BRF)
  • Folge 5: Auf der Suche nach dem „wir“ (Link via BRF)
  • Folge 6: Politische Streitkultur von 1970 bis 2000 (Link via BRF)
  • Folge 7: Die letzten Belgier? (Link via BRF)
  • Folge 8: Von Geschichtspolitik und Erinnerungskulturen (Link via BRF)

Eine Übersicht aller Podcastfolgen finden Sie auch auf den Seiten des Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History.

Haus Grand Ry in Eupen, seit 1984 Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien

Bildnachweis: By Eupen011.jpg: Frinck51, Private collection derivative work: Alupus (Eupen011.jpg) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

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ARD Radiofestival: Gespräch mit Jan Konst

Grafik Onlinequellen

Im ARD Radiofestival spricht Barbara Renno mit Jan Konst, Professor für Niederländische Literaturwissenschaft an der FU Berlin.

Aus dem Ankündigungstext:

„Sein erzählendes Sachbuch „Der Wintergarten“ war ein Überraschungserfolg in seiner Heimat, den Niederlanden. Jan Konst, der in Berlin lebt, beschreibt darin rund 150 Jahre seiner sächsischen Schwiegerfamilie. So ganz nebenbei gelingt ihm auch noch der Blick auf die deutsch-niederländischen Beziehungen nach Wende und Wiedervereinigung.“

Hier geht es zum Interview mit Jan Konst.

Grafik Onlinequellen

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Stellenangebote: INTERREG-Projekt „Unterrichtsmaterial D-NL /Lesmateriaal D-NL“

Im Zentrum für Niederlande-Studien der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sind im Rahmen des INTERREG-Projekts „Unterrichtsmaterial D-NL /Lesmateriaal D-NL“ ab dem 01.09.2020 befristet bis zum 30.06.2022 zwei Stellen zu besetzen:

Bewerbungsschluss ist der 24. Juli 2020.

Haus der Niederlande in Münster, Sitz des ZNS

Bildnachweis: By Dietmar Rabich [CC BY-SA 4.0 ], via Wikimedia Commons

 

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Veranstaltungstipp: Aachen, Düsseldorf, Neuss u.a. – Literaturfestival Literarischer Sommer/ Literaire Zomer

Grafik Veranstaltungstipp

Vom 29.07. bis zum 09.09.2020 findet in Aachen, Bedburg-Hau, Düsseldorf, Eijsden, Heerlen, Kerkrade, Korschenbroich, Krefeld, Neuss, Rommerskirchen, Vaals, Valkenburg und Venlo das 21. deutsch-niederländische Literaturfestival Literarischer Sommer / Literaire Zomer statt.

Aus dem Veranstaltungstext:

„13 Städte in Deutschland und in den Niederlanden laden dazu ein, über Literatur mit Autorinnen, Autoren und Gleichgesinnten zu diskutieren, wenn auch unter besonderen Umständen. Einige Veranstaltungen, die fest geplant waren, können unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht realisiert werden, andere finden eventuell als Online-Lesungen statt. Wir bitten Sie, sich hier auf unserer Homepage über die aktuellen Programmänderungen zu informieren, da es täglich zu Änderungen kommen kann.

Wie überall werden auch bei den Veranstaltungen die offiziellen Hygienevorschriften und die Maskenpflicht eingehalten. Die Veranstaltungen können nur nach vorherigem Kartenkauf besucht werden. Das Kartenkontingent ist wegen der Abstandsregeln sehr begrenzt und wir empfehlen, frühzeitig online eine Eintrittskarte zu kaufen.“

Folgende niederländischsprachige Autor*innen stehen auf dem Programm:

  • Abdelkader Benali: Henri Matisse in Tanger
    Mittwoch, 19.08.20, 20:00 Uhr, Ludwig Forum, Jülicher Straße 97-109, 52070 Aachen
  • Abdelkader Benali: Henri Matisse in Tanger
    Dienstag, 18.08.20, 19:00 Uhr, Literaturbüro NRW e.V., Bismarckstraße 90, 40210 Düsseldorf
  • Lia Tilon: Der Archivar der Welt
    Sonntag, 23.08.20, 11:00 Uhr, Museum Schloss Moyland, Am Schloss 4, 47551 Bedburg-Hau
  • Merlijn Huntjens (NL) und Oscar Malinowski (D), Puerto Hurraco Sisters (D): Crossborder-Slam & Music
    Samstag, 22.08.20, 14:00 Uhr, Heerlen, Ort wird noch bekannt gegeben
  • Hagar Peeters: Malva
    Donnerstag, 13.08.20, 20:00 Uhr, Kulturzentrum Fabrik Heeder, Studiobühne 1, Virchowstraße 130, 47805 Krefeld
  • J.J. Voskuil (Vorleser: Markus Andrae): Das Büro. Band 6 „Abgang“ | Het Bureau 6 – Afgang
    Donnerstag, 06.08.20, 18:00 Uhr, Dachterrasse im RomaNEum, Brückstraße 1, 41460 Neuss
  • Jan Konst: De wintertuin | Der Wintergarten
    Donnerstag, 20.08.20, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek, Neumarkt 10, 41460 Neuss
  • Jaap Robben: Operatie Veritable – Auf Spurensuche am Niederrhein
    Donnerstag, 03.09.20, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek, Neumarkt 10, 41460 Neuss

Alle Details zum Literaturfestival Literarischer Sommer / Literaire Zomer finden Sie hier.

Grafik Veranstaltungstipp

 

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CfP: Europäische Grenzregionen. Neue Wege im Umgang mit historischen Raum- und Grenzkonzeptionen in der Geschichtswissenschaft

Grafik Call for Papers

25.–26.02.2021, Triforum, Innere Kanalstraße 15, 50823 Köln

Spätestens seit dem Spatial Turn stehen Raumkonzeptionen in der Geschichtswissenschaft zur Debatte. Verschiedene Studien haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, neue Perspektiven auf historische Räume aufzuzeigen. Was für den Nationalstaat als hermetischen Rahmen historischer Analysen und Methoden galt, muss dabei auch für andere Raumkonzeptionen gültig sein: History takes place, aber wie sich das vollzieht, weicht von der einst angenommenen Selbstverständlichkeit ab und ist mittlerweile selbst zum Objekt geschichtswissenschaftlicher Untersuchung geworden.

Der von uns konzipierte Workshop hinterfragt vor diesen Prämissen den Umgang mit europäischen Grenzregionen in den Geschichtswissenschaften. Wo liegen ihre Grenzen jenseits des Topographischen? Von historischen und kulturellen Konzeptionen geprägt, durch politische Grenzen zerstückelt oder zusammengefügt sowie als Raum von Kooperation und Konflikt sind sie komplexe Untersuchungsobjekte. Hier wird Simmels Aussage, Grenzen seien keine „räumliche Tatsache mit soziologischen Wirkungen, sondern eine soziologische Tatsache, die sich räumlich formt“[1] besonders deutlich. Grenzregionen sind daher ein Raum der Deutungskämpfe, mit denen sich auch der anstehende Historikertag an der LMU München beschäftigen wird.

Teildisziplinen wie die Global-, Regional- oder Landesgeschichte haben zu Grenzregionen unterschiedliche theoretische und methodische Zugänge entwickelt. Ob als Fallbeispiel bezüglich der Entstehung, Verbreitung und Anwendung von Technologien, Strategien oder Praktiken, als Teil einer (bilateralen) Verflechtungsgeschichte und Interaktionsraum von Nationalstaaten oder als empirische Basis einer „Geschichte von unten“: die Lesarten der Grenzregion sind vielfältig. Auch die Public History eröffnet besondere Perspektiven auf die Grenzregionen mit ihren spezifischen Ausprägungen von Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur. Historische Vermittlungs- und Bildungsarbeit profitiert dort von einem unmittelbareren Zugang zu Problemen der Makrogeschichte. Damit verbunden sind häufig Erwartungen, die Überwindung vergangener Konfliktlagen zu veranschaulichen.

Für die Thematik des Workshops bedeuten Grenzregionen eine Chance, Raumperspektiven anhand differenter Fallbeispiele dar- bzw. gegenüberzustellen und zu diskutieren, denn hier greifen die klassischen Herangehensweisen oftmals nicht. Die verschiedenen Dynamiken zwischen Lokalem, Regionalem und Transnationalem sollen in die Analyse mit einbezogen werden. Mögliche Fragen und Themen können dabei umfassen:

• Gibt es ein spezifisches historisches Verständnis von Grenzregionen? Wie wird damit öffentlich umgegangen und wie wird es vermittelt?
• Was macht eine Grenzregion aus global-, regional- oder landeshistorischer Perspektive zu einer solchen? Wie wird sie jeweils konzeptioniert?
• Welche Ausprägungen findet die Geschichtskultur in Grenzregionen? Wie ist sie mit verschiedenen Raumkonstruktionen verknüpft und welche Akteur:innen spielen dabei eine Rolle (Museen, Vereine, Geschichtsmarketing, Bildungsinstitutionen, etc.)?
• Wo verlaufen die Grenzen innerhalb der Grenzregionen, wie interagieren die verschiedenen Grenzziehungen (sozial, politisch, kulturell) miteinander?
• Gibt es Themen, die sich besonders auf Grenzregionen auswirken, z.B. die europäische Kolonialgeschichte? Wie werden Prozesse der Inklusion und Exklusion, soziale und ökonomische Beziehungen davon beeinflusst?
• Wie konstituieren sich regionale Identitäten? In welchem Verhältnis stehen diese zu anderen sinnstiftenden Verortungen? Und wie lassen sich diese untersuchen?
• Welche praktischen Hindernisse gibt es bei der Erforschung von Grenzregionen (unterschiedliche Archivstrukturen, Verwaltungssysteme, etc.)?
• Wie entwickeln und vernetzen sich die Verwaltungsstrukturen solcher Regionen und ihrer Städte im historischen Verlauf?
• Ist eine integrierende Perspektive auf Grenzregionen, die verschiedene geschichtswissenschaftliche Ansätze vereint, möglich oder erstrebenswert?

Diese Fragen knüpfen an die Diskussion über das Nebeneinander von Inklusion und Exklusion an kulturellen und politischen Grenzen und die Konstruktion regionaler Identitäten als Herausforderung der Public History auf den Historicidagen 2019 in Groningen an. Mit dem Workshop soll ein Format geschaffen werden, das verschiedene Teilbereiche der Geschichtswissenschaft und benachbarte Disziplinen zusammenbringt.

Organisiert wird der Workshop durch den Arbeitskreis deutsch-niederländische Geschichte (ADNG-WDNG) und die Junior-Professur für Public History an der Universität zu Köln. Kooperationspartner ist der FID Benelux.

Die Vortragsprachen sind Englisch und Deutsch. Bei Diskussion und Kommunikation möchten wir darüber hinaus rezeptive Mehrsprachigkeit (für Niederländisch und Französisch) praktizieren. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Reise- und Unterbringungskosten der Referierenden können, vorbehaltlich der Finanzierung, bis zu einer bestimmten Höhe übernommen werden. Vorschläge für Beiträge zu allen Epochen in einem geplanten zeitlichen Umfang von 20 Min. mit Titel und einem knappen CV werden in Form kurzer Exposés von maximal 500 Wörtern bis zum 30. September 2020 an Dr. Lina Schröder, <lina.schroeder@uni-wuerzburg.de>, erbeten.
Eine anschließende Publikation ist geplant.

Organisation

Dr. Marieke Oprel, Dr. Lina Schröder, Markus Wegewitz (ADNG-WDNG)
Prof. Dr. Christine Gundermann (Junior-Professur für Public History/Universität zu Köln)

Kooperationspartner

FID Benelux / Low Countries Studies: Fachinformationsdienst für Niederlandistik, Niederlande-, Belgien- und Luxemburgforschung

[1] Simmel, Georg: Soziologie des Raumes, in: Gustav Schmoller (Hrsg.), Das Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtspflege des Deutschen Reiches. Neue Folge, Leipzig 1903, S. 27–71, hier S. 46.

Grafik Call for Papers

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