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Tagungsbericht: Besatzungsherrschaft und Alltag im Rheinland

Auf H-Soz-Kult ist ein Tagungsbericht von Gregor M. Weiermüller über die Tagung Besatzungsherrschaft und Alltag im Rheinland – Die belgische, britische und amerikanische Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg erschienen, die am 27. Juni 2019 in Köln stattgefunden hat. Veranstalter waren der Lehrstuhl für Landesgeschichte der Rhein-Maas-Region der Universität Duisburg-Essen, das Institut für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung, die Niederrhein-Akademie / Academie Nederrijn e.V. und das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn.

Folgende zwei Beiträge hatten die belgische Rheinlandbesetzung nach dem Ersten Weltkrieg zum Thema:

  • Mareen Heying (Düsseldorf): Sicherheit der Besatzungsarmeen. Fraternisierung, Prostitutionsverdacht und Geschlechtskrankheiten im belgisch besetzten Düsseldorf-Oberkassel, 1918–1926.
  • Charlotte Vekemans (Gent): The Belgian Occupation of the Rhineland. Political decision-making and its effects on the daily interactions between occupiers and the occupied, 1918–1923.

Hier geht’s zum Tagungsbericht …

Belgische Feldpost während der alliierten Rheinlandbesetzung 1919

Bildnachweis: Edisonlighthouse [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

 

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Kultur, Identität und Geschichte der Euregio Maas-Rhein

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Die Stichting Green Grens organisiert am 21. September 2019 ein Symposium mit dem Thema “Kultur, Identität und Geschichte der Euregio Maas-Rhein“ in der Abtei Rolduc in Kerkrade. Das Programm umfasst die folgenden vier Vorträge:

  • Herbert Ruland: Vom Wiener Kongress bis in die neueste Zeit – Grenzverschiebungen in der Euregio Maas-Rhein 1815-2018.
  • M. Verjans: Kulturelle Unterschiede und Übereinstimmungen zwischen den Teilregionen der Euregio Maas-Rhein.
  • J. Vromans: Der euregionale Sprachreichtum: eine Herausforderung, Vergangenheit und Gegenwart.
  • J. Minis: Zeitungen aus dem Land ohne Grenzen.

Der Teilnahmebeitrag, einschließlich Mittagessen und Getränke, beträgt 25 Euro pro Person. Überweisung und schriftliche Anmeldung sind noch bis zum 12. September 2019 möglich.

Hier finden Sie mehr Informationen: https://euregio-mr.info/euregio-mr-de/aktuelles/meldungen/Einladung-Konferenz-Kultur-Identitaet-und-Geschichte-EMR.php

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BelgienNet ist online

Logo BELZ

Am Montag, dem 19. August ist pünktlich um 14:30 Uhr die neue Informationsplattform BelgienNet online gegangen.

Seit Anfang des Jahres hatte das Belgienzentrum der Universität Paderborn (BELZ) an einer Plattform gearbeitet, um über Belgien in all seinen Facetten zu informieren. Von nun an können Besucher der Website sich über erste Infografiken, Videos oder Podcasts freuen.

Belgien ist auch heute noch vielen Deutschen unbekannt. Es ist aber ein wirtschaftlich und kulturell bedeutendes Nachbarland. Mit Unterstützung des Landesministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen entwickelte das BELZ eine Plattform, um Wissenslücken zu schließen. Neben der Geschichte Belgiens geht es dabei auch um die Staatsstruktur, Bevölkerung, populäre Kultur oder die Identität der Belgier.

Mit der Veröffentlichung ist eine erste große Hürde genommen worden. Nun geht das Redaktionsteam an die Arbeit, den Nutzern des BelgienNet mit neuen, anregenden Beiträgen Belgien nahezubringen.

Hier finden Sie die neue Informationsplattform: https://belgien.net/

Das Team vom BelgienNet twittert unter @NetBelgien.

Logo BELZ

Bildnachweis: © Belgienzentrum (BELZ)

 

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Lesereihe: Niederländische Autoren im Land Brandenburg

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Anlässlich des Besuchs des niederländischen Königspaars im Mai 2019 in Brandenburg organisiert das Brandenburgische Literaturbüro die nunmehr dritte niederländische Lesereihe mit zehn Veranstaltungen an sieben Orten in Brandenburg.

Eingeladen sind die Autor*innen Pauline de Bok, H.M. van den Brink, Jan Konst, Marente de Moor, Lot Vekemans und Tommy Wieringa. Die Auftaktveranstaltung mit H.M. van den Brink fand am 12.08.2019 in Potsdam statt. Am 29.08.2019 präsentiert Jan Konst das literarische Sachbuch „Der Wintergarten. Eine deutsche Familie im langen 20. Jahrhundert“ in der Villa am See in Premnitz.

Das vollständige Programm der Reihe Niederländische Autoren im Land Brandenburg, die noch bis Ende November läuft, erhalten Sie hier als PDF-Datei.

Grafik Veranstaltungstipp

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Stellenangebot: FaMI am Institut für Niederlandistik in Köln

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Am Institut für Niederlandistik der Universität zu Köln ist ab dem 01.11.2019 eine Stelle als Fachangestellte*r für Medien- und Informationsdienste (im Bibliotheksjargon kurz: FaMI) zu vergeben.

Die Stelle ist in Teilzeit (7,96 Wochenstunden) zu besetzen und unbefristet. Es besteht die Möglichkeit, die Arbeitszeit bis Ende 2023 um max. 3,98 Stunden pro Woche aufzustocken.

Die Bewerbungsfrist endet am 30.08.2019.

Hier geht es zur Stellenausschreibung (PDF-Datei).

 

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Aktuelle Rezensionen aus Hémecht

Grafik Rezension

Die Buchbesprechungen der neuesten Ausgabe der luxemburgischen Zeitschrift Hémecht. Zeitschrift für Luxemburger Geschichte wurden auf Recensio.net, der Rezensionsplattform für die europäische Geschichtswissenschaft, veröffentlicht.

In der Ausgabe 71 (2019), 2 von Hémecht finden Sie die folgenden Rezensionen mit Benelux-Bezug:

Kmec, Sonja: Rezension über: Émile Lutgen / Gemeinde Wiltz (Hg.), „Durich 200 Joer Weeltzer Geschicht gebleedert“. Wooltz 1814–2014, Luxemburg: Druckerei Hengen, 2016, in: Hémecht, 2019, 2, S. 245, DOI: 10.15463/rec.1455398130

Dostert, Paul: Rezension über: Administration des bâtiments publics (Hg.), Le Palais de justice à Diekirch, Luxembourg: l’Administration des bâtiments publics, 2018, in: Hémecht, 2019, 2, S. 246, DOI: 10.15463/rec.1455398131

Krebs, Stefan: Rezension über: Michel Krieps, Die 135jährige Geschichte der Escher Feuerwehr basierend auf historischen Begebenheiten, 1880–2015. 2 Bände, Esch: Corps des Sapeurs-Pompiers Volontaires , 2017, in: Hémecht, 2019, 2, S. 246-247, DOI: 10.15463/rec.1455398132

Kmec, Sonja: Rezension über: Estelle Evrard, La Grande Région Saar-Lor-Lux. Vers une suprarégionalisation transfrontalière?, Rennes: Presses Universitaires de Rennes, 2017, in: Hémecht, 2019, 2, S. 248-250, DOI: 10.15463/rec.1455398133

Schoentgen, Marc: Rezension über: René Hübsch, Omnia casu fiunt. Den Zoufall huet matgespillt. Historesch-Biographesch 1937–2015, Esch-sur-Sûre: Op der Lay, 2017, in: Hémecht, 2019, 2, S. 250-252, DOI: 10.15463/rec.1455398134

Grafik Rezension

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Stellenangebot: Wiss. Mitarbeiter*in niederländische Sprachwissenschaft

Am Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften – Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der FU Berlin ist befristet für bis zu vier Jahre die Stelle einer/eines Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (Entgeltgruppe 13 TV-L FU) im Umfang der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit zu besetzen.

Die Stelle beinhaltet Forschung und Lehre auf dem Gebiet der niederländischen Sprachwissenschaft und in interdisziplinären Zusammenhängen (Arbeitsbereich Prof. Dr. Matthias Hüning). Im Rahmen der Stelle wird Gelegenheit zur wissenschaftlichen Weiter­qualifikation (Promotion) gegeben.

Bewerbungen werden bis zum 19.08.2019 erbeten.

Hier geht es zur Stellenausschreibung.

Philologische Bibliothek der FU Berlin

Bildnachweis: By Torinberl [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

 

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Von reisenden Bibliothekar*innen und „Engelandvaarders“

Foto: Wegweiser am Strand
Foto: Wegweiser am Strand

Am Strand von Noordwijk aan Zee; Bildnachweis: I. Riek/FID Benelux

Sommerzeit ist Reisezeit. Wenn Bibliothekar*innen reisen, stehen oft Bibliotheken auf dem Programm und wenn nicht das, dann wenigstens Buchläden oder die Buchauslagen in Museumsshops. So will es das Klischee und wir vom FID Benelux arbeiten mit Hochdruck daran, dieses Klischee zu bestätigen.

Zumindest bei Aufenthalten in den Beneluxländern lassen unsere Fachreferent*innen kaum eine Gelegenheit aus, en passant interessante Fachliteratur zu sichten oder nützliche Informationen zu sammeln, die für die Arbeit im FID (irgendwann einmal) relevant sein könnten. So auch vor nicht allzu langer Zeit geschehen im niederländischen Noordwijk aan Zee. Dort befindet sich, mitten in den Dünen in einem ehemaligen Bunker des Atlantikwalls, das Museum Engelandvaarders. Und was liegt näher, als ein Museumsbesuch an einem verregneten Tag? Also hereinspaziert!

Foto Museum Engelandvaarders

Museum Engelandvaarders; Bildnachweis: Pvt pauline~commonswiki CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Mit seinen zum Teil interaktiven Exponaten erinnert das 2015 eröffnete Museum eindrucksvoll an die niederländischen Männer und Frauen, die sich während des Zweiten Weltkriegs in abenteuerlicher Weise auf den Weg machten, um sich den Alliierten anzuschließen und den Kampf gegen die deutschen Besatzer aufzunehmen. Die „Engelandvaarders“ (zu Deutsch: „Englandfahrer“) flohen in kaum seetüchtigen Booten über die Nordsee oder versuchten, die alliierten Streitkräfte auf dem Landweg über Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal und sogar Russland zu erreichen. Viele fanden dabei den Tod oder wurden gefangengenommen.

In solchen Booten wagten die „Engelandvaarders“ die Überfahrt. Bildnachweis: I. Riek/FID Benelux

Mediale Aufmerksamkeit erhielten die Engelandvaarders vor allem durch den autobiografischen Roman Soldaat van Oranje (Soldat von Oranien) von Erik Hazelhoff Roelfzema, der 1970 zunächst unter dem Titel Het hol van de ratelslang erschien. Der Roman wurde 1977 von Paul Verhoeven verfilmt; die Hauptrollen spielten der jüngst verstorbene Rutger Hauer und Jeroen Krabbé. Seit 2010 läuft in einem Flughafen-Hangar im nur wenige Kilometer von Noordwijk entfernten Katwijk zudem das gleichnamige Musical Soldaat van Oranje.

Wie viele andere Museen, verfügt auch das Museum Engelandvaarders über einen kleinen Museums- und Bücherladen. Dieser musste von der reisenden Fachreferentin natürlich in Augenschein genommen werden, um zu schauen, ob sich hier vielleicht noch die ein oder andere Publikation verbarg, mit der die Sammlung des FID Benelux ergänzt werden konnte.

Dabei entspann sich ein Gespräch mit der freundlichen Dame am Ticketschalter:

„Kann ich Ihnen irgendwie helfen? Suchen Sie etwas Bestimmtes?“

„Ich bin Bibliothekarin. Wir haben in Münster die größte Spezialbibliothek zum niederländischen Kulturkreis in Deutschland und ich schaue gerade, ob ich hier vielleicht noch etwas für unsere Bibliothek finden kann. Die meisten Bücher haben wir allerdings schon, denke ich.“

„Dieses hier aber bestimmt nicht!“ Die Dame zeigt auf den gut 200 Seiten umfassenden Titel Engelandvaarders en vluchtelingen. 1940-1945: de Noordzee-route. „Das Buch ist normalerweise nicht über den Buchhandel zu bekommen. Wenn Sie möchten, schenke ich es Ihnen für Ihre Bibliothek.“

„Aber Sie können uns das Buch doch nicht so einfach schenken …“

„Doch! Kann ich. Ich bin die Autorin.“

So kam der FID Benelux an das Buch Engelandvaarders en vluchtelingen von Pauline L. van Till und Harald S. van der Straaten. Pauline van Till sei an dieser Stelle noch einmal herzlich dafür gedankt!

Foto Buch Engelandvaarders

Cover „Engelandvaarders en vluchtelingen“; Bildnachweis: I. Riek/FID Benelux

Wieder zu Hause in Münster wurde das Buch selbstverständlich unverzüglich katalogisiert und in den Bestand des FID aufgenommen. Damit ist es nun sowohl vor Ort in Münster ausleihbar (Standort: Bibliothek im Haus der Niederlande, Signatur: HIS 39.3.3.2 2016/48) als auch deutschlandweit und international per Fernleihe.

Das Thema „Engelandvaarders“ ließ uns damit allerdings noch nicht los. Als FID-Referent*innen und Bibliothekar*innen fahren wir nicht nur beruflich vorbelastet in den Urlaub, sondern gehen während unserer Arbeitszeit auch einer Tätigkeit nach, die in den vergangenen Jahren oft als unnötig zeitintensive Marotte belächelt wurde, seit Einführung der Gemeinsamen Normdatei (GND) jedoch langsam wieder an Ansehen gewinnt: Wir benutzen Normdaten (Schlagwörter), um unsere Bestände sachlich und thematisch zu erschließen und legen dafür, wenn nötig, auch neue Normdatensätze an. Im Jahr 2017 hat der FID Benelux beispielsweise 300 neue Normdatensätze für die Sacherschließung in die GND eingebracht; 2018 waren es 247.

Im vorliegenden Fall waren wir uns im Benelux-Fachreferat schnell einig, dass die vorhandene Literatur zur spannenden Geschichte der „Engelandvaarders“ besser auffindbar sein sollte in unseren bibliothekarischen Katalogen und Suchinstrumenten. Da es noch kein entsprechendes Schlagwort gab, haben wir also kurzerhand eines erstellt – voilà das neue Schlagwort: Engelandvaarder – und alle Titel aus unserem Bestand, die sich mit diesem Thema befassen, damit verknüpft.

Wer mehr Literatur zu den „Englandfahrern“ sucht, findet hier, nicht zuletzt dank der oben beschriebenen Vorarbeiten, nun eine schöne Liste aller Treffer mit dem Stichwort „Engelandvaarders“ aus unserem Rechercheportal FID Benelux-Search. Aktuell sind es 36 Titel und es werden zukünftig sicherlich noch einige hinzukommen.

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Neu im Web: Literaturdatenbank Neue Sachlichkeit

Screenshot Startseite Literaturdatenbank

Wer sich mit der Stilrichtung der „Neuen Sachlichkeit“ beschäftigt, kann bei der Literatursuche seit kurzem auf eine neue bibliografische Datenbank zurückgreifen:

Die Literaturdatenbank Neue Sachlichkeit ist eine Sammlung internationaler wissenschaftlicher Publikationen aus verschiedenen Kunstdisziplinen (u.a. Literatur, Bildende Kunst, Architektur), die sich thematisch mit diesem Phänomen auseinandersetzen. Sie richtet sich an Wissenschaftler*innen, Studierende sowie alle Interessierten, die sich mit diesem Themengebiet befassen und führt erstmals Forschungsbeiträge aus interdisziplinärer wie auch internationaler Perspektive systematisch zusammen. Hierbei finden vor allem auch die niederländische Literatur und Architektur dieser Epoche (auf Niederländisch: „Nieuwe Zakelijkheid“) in angemessener Form Berücksichtigung.

Die Datenbank ist ein Projekt des Instituts für Niederlandistik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg unter Leitung von Prof. Dr. Ralf Grüttemeier und Janka Wagner. Sie entstand im Rahmen des DFG-Projekts „Sachlichkeit ist tödlich für das Wesen der Kunst. Funktionen der Debatte um Nieuwe Zakelijkheid im niederländischen literarischen Feld der Zwischenkriegszeit aus feldtheoretischer Perspektive“.

Screenshot Startseite Literaturdatenbank

Startseite der Online-Datenbank

Screenshot Trefferliste Literaturdatenbank

Ausschnitt aus einer Trefferliste

Bildnachweis: Institut für Niederländische Philologie / Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

 

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