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BNG Bank Literatuurprijs 2021 für Carmien Michels

Foto Carmien Michels

Die flämische Schriftstellerin Carmien Michels wurde für ihren Erzählband Vaders die rouwen (Querido) mit dem BNG Bank Literatuurprijs 2021 ausgezeichnet. Der mit 15.000 EUR dotierte Preis geht an Autor:innen niederländischer Prosa, die jünger als vierzig sind und dahin noch keinen großen Literaturpreis erhalten haben.

Weitere Nominierte waren: Persis Bekkering mit dem Roman Exces und Roos van Rijswijk mit dem Erzählband De dwaler.

» mehr Informationen auf den Seiten des BNG Bank Literaturpreises

Foto Carmien Michels

Carmien Michels, 2018. Bildnachweis: Vysotsky (Wikimedia), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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Call for Papers: 6. Workshop des Arbeitskreises Historische Belgienforschung

Grafik Call for Papers

Call for Papers: „Belgien, Deutschland und die ‚Anderen‘. Bilder, Diskurse und Praktiken von Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung“ am 23. und 24. September 2022 in Berlin

Deadline: 15. Juni 2022

Der 2012 gegründete Arbeitskreis Historische Belgienforschung im deutschsprachigen Raum veranstaltet am 23./24. September 2022 seinen sechsten Workshop in Berlin. Als Kooperationspartner konnte die Arthur Langerman Foundation (ALF) / Arthur Langerman Archiv (ALAVA) am Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin gewonnen werden.

Im zehnten Jahr seines Bestehens widmet sich der Arbeitskreis erstmals einem zentralen Thema. Diskutiert werden sollen Fremd-, Feind- und Selbstbilder von „Anderen“ im deutsch-belgischen Kontext bzw. in der belgischen Geschichte. Von besonderem Interesse sind dabei Diskurse, Mechanismen und Praktiken von Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung, aber auch ideologische Hintergründe sowie das Entstehen und die Funktionalisierung von entsprechenden Imaginationen, Stereotypen und Vorstellungen in spezifischen macht- und wirtschaftspolitischen Konstellationen wie etwa den beiden Weltkriegen bzw. Besatzungszeiten in Belgien. Gefragt wird in diesem Zusammenhang auch danach, ob und in welcher Weise etwa bestimmte Stereotype in einer konkreten historischen Situation entstanden, Konjunkturen erlebten und gegebenenfalls auch wieder in den Hintergrund treten oder verschwinden konnten. In einer „Long durée“ sollen dabei beispielsweise historische Phänomene wie Antijudaismus/Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und Kolonialismus, aber auch die verschiedenen Spielarten des Nationalismus behandelt werden.

Ausdrücklich erwünscht sind nicht nur Vorschläge aus dem Bereich der Geschichtswissenschaft, sondern auch aus anderen kultur-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Der zeitliche Horizont soll in Bezug auf die historischen Territorien, die zum heutigen Belgien gehören, von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart reichen.

Der Workshop wird, wenn es die aktuelle Corona-Situation erlaubt, in Präsenz am Zentrum für Antisemitismusforschung stattfinden.

Als Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch vorgesehen.

Leider können voraussichtlich keine Reise- oder Übernachtungskosten übernommen werden. Gegebenenfalls bemühen sich die Veranstalter, private Unterkunftsmöglichkeiten zu organisieren.

Die Organisator/innen bitten um die Zusendung von Abstracts (max. eine Seite) und einem kurzen CV bis zum 15. Juni 2022 an folgende E-Mail-Adresse: mrowka@ub.uni-koeln.deGrafik Call for Papers

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Programm „Deutschland auf der Flucht: Exil in Amsterdam Zuid“

Anne Frank-Statue auf dem Merwedeplein

Am Sonntag, 22. Mai 2022, organisiert der Geschichtsverein Lastoria in der Villa Ichon, Goetheplatz 4, in Bremen eine deutsch-niederländische Geschichtswerkstatt mit dem Titel „Deutschland auf der Flucht: Exil in Amsterdam Zuid“. Die bereits für 2020 geplante Veranstaltung musste coronabedingt auf diesen Termin verschoben werden.

Dem aktualisierten Flyer – hier als PDF – können Sie das Programm und weitere Zusatzinformationen entnehmen.

Anmeldungen für die Geschichtswerkstatt sind beim Lastoria e.V. unter mail@lastoria-bremen.de möglich.

Lesen Sie hierzu auch folgende Beiträge aus dem FID Benelux-Blog:

 

Anne-Frank-Statue auf dem Merwedeplein in der Rivierenbuurt in Amsterdam Zuid

Anne-Frank-Statue auf dem Merwedeplein in der Rivierenbuurt in Amsterdam-Zuid, © Lastoria e.V.

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Rezensionsüberblick März 2022

Grafik Rezension

Im März 2022 sind zahlreiche Online-Rezensionen mit Bezug zur historischen Beneluxforschung erschienen. Wir haben folgende Fachzeitschriften und Kommunikationsplattformen ausgewertet und einen Überblick mit frei zugänglichen Rezensionen für Sie erstellt:

sehepunkte | Francia-Recensio | H-Soz-Kult | BMGN – Low Countries Historical Review | Jonge Historici | De Nederlandse Boekengids | Journal of Belgian History | Belgieninfo.net | The Medieval Review | Revue d’histoire du XIXe siècle | Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte

sehepunkte

  • Sabine Haag / Mario Klarer / Veronika Sandbichler (Hgg.): Piraten und Sklaven im Mittelmeer. Eine Ausstellung von Schloss Ambras Innsbruck und der Universität Innsbruck, Innsbruck: Haymon Verlag 2019. Rezensiert von Stephan Conermann | In: sehepunkte 22 (2022), Nr. 3 [15.03.2022], URL: http://www.sehepunkte.de/2022/03/36897.html. | In diesem Sammelband sind zwei beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Karriere durch Konversion. Der Niederländer Murat Reis wird Admiral in Salé“ (Khalid El Abdaoui) und „Der Tunis-Kriegszug Kaiser Karls V. Eine Dokumentation in Kartons und Tapisserien“ (Katja Schmitz-von Ledebur).
  • Maria Harnack: Niederländische Maler in Italien. Künstlerreisen und Kunstrezeption im 16. Jahrhundert (= Reflexe der immateriellen und materiellen Kultur; Bd. 6), Berlin: de Gruyter 2018 und Tatjana Bartsch: Maarten van Heemskerck. Römische Studien zwischen Sachlichkeit und Imagination (= Römische Studien der Bibliotheca Hertziana; Bd. 44), München: Hirmer 2019. Rezensiert von Stefan Bartilla | In: sehepunkte 22 (2022), Nr. 3 [15.03.2022], URL: http://sehepunkte.de/2022/03/34303.html.

Francia-Recensio

  • Marc Boone: City and State in the Medieval Low Countries. Collected Studies. Turnhout (Brepols) 2021. Rezensiert von Heribert Müller | In: Francia-Recensio 2022/1, Mittelalter – Moyen Âge (500–1500), DOI: https://doi.org/10.11588/frrec.2022.1.87447.
  • Marie-Hélène Corbiau, Baudouin Van Den Abeele, Jean-Marie Yante, Anne-Marie Bultot-Verleysen (Hrsg.): La route au Moyen Âge. Réalités et représentations. Turnhout (Brepols) 2020. Rezensiert von Céline Perol | In: Francia-Recensio 2022/1, Mittelalter – Moyen Âge (500–1500), DOI: https://doi.org/10.11588/frrec.2022.1.87449. | In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Attelages et convois en Lorraine et dans le Luxembourg. L’apport des comptes de péages (XVe–XVIe siècles)“ (Jean-Marie Yante).
  • Suzan Folkerts (Hrsg.): Religious Connectivity in Urban Communities (1400–1550). Reading, Worshipping, and Connecting through the Continuum of Sacred and Secular. Turnhout (Brepols) 2021. Rezensiert von Gisela Naegle | In: Francia-Recensio 2022/1, Mittelalter – Moyen Âge (500–1500), DOI: https://doi.org/10.11588/frrec.2022.1.87456. | In diesem Sammelband sind sechs beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Religion as a Connecting Force in the Late Medieval City of Utrecht. The Religious Life of Alderman and Mayor Dirck Borre van Amerongen (c. 1438–1528)“ (Cora Zwart), „Dit boec heft gegeven. Book Donation as an Indicator of a Shared Culture of Devotion in the Late Medieval Low Countries“ (Johanneke Uphoff), „Recycled Piety or a Self-Made Community? The Late Medieval Manuscripts of the Tertiaries of Sint-Catharinadal in Hasselt“ (An-Katrien Hanselaer), „The Re-Use of Melodies as an Indication of the Connection of Religious Song to the Urban Environment“ (Cécile de Morrée), „How Figures of the Bible Connected Printers, Artists, and Friends (1538–1576)“ (Elsa Kammerer) und „People, Passion, and Prayer. Religious Connectivity in the Hanseatic City of Deventer“ (Suzan Folkerts).
  • Hildo van Engen, Han Nijdam, Kaj van Vliet, Martha Kist (Hrsg.): Macht, bezit en ruimte. Opstellen over de noordelijke Nederlanden in de middeleeuwen. Hilversum (Verloren) 2021. Rezensiert von Patrick Breternitz | In: Francia-Recensio 2022/1, Mittelalter – Moyen Âge (500–1500), DOI: https://doi.org/10.11588/frrec.2022.1.87478.
  • Jens Ivo Engels, Frédéric Monier (Hrsg.): History of Transparency in Politics and Society. Göttingen (V&R unipress) 2020. Rezensiert von Benno Nietzel | In: Francia-Recensio 2022/1, 19.–21. Jahrhundert – Histoire contemporaine, DOI: https://doi.org/10.11588/frrec.2022.1.87523. | In diesem Sammelband sind zwei beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Transparency in postwar Dutch political culture, 1945–1980s“ (Harm Kaal) und „“More exciting than Watergate, more real than Dynasty”. Transparency’s rise. The Dutch RSV-inquiry in the context of the 1980s“ (Ronald Kroeze und Sjoerd Keulen).

H-Soz-Kult

BMGN – Low Countries Historical Review

Jonge Historici

De Nederlandse Boekengids

Journal of Belgian History

Belgieninfo.net

The Medieval Review

  • Bennett, Stephen: Elite Participation in the Third Crusade. Warfare in History. Woodbridge, UK: Boydell Press, 2021. Rezensiert von Graham A. Loud | In: The Medieval Review. URL: https://scholarworks.iu.edu/journals/index.php/tmr/article/view/34034/37501.
  • Tanner, Heather J. (ed.): Medieval Elite Women and the Exercise of Power, 1100–1400. Moving beyond the Exceptionalist Debate. The New Middle Ages. Basingstoke, UK: Palgrave Macmillan, 2019. Rezensiert von Katherine Weikert | In: The Medieval Review. URL: https://scholarworks.iu.edu/journals/index.php/tmr/article/view/34159/37585. | In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Just Another Day in the Neighborhood. Collective Female Donation Practices at the Hospital of Saint John in Brussels“ (Tiffany A. Ziegler).

Revue d’histoire du XIXe siècle

  • Alexia Blin / Stéphane Gacon / François Jarrige / Xavier Vigna (Hrsg.): L’Utopie au jour le jour. Une histoire des expériences coopératives (XIXe–XXIe siècle), Nancy: Éditions Arbre bleu, 2020. Rezensiert von Caroline Fayolle | In: Revue d’histoire du XIXe siècle, 2021, 63, S. 227–229, URL: https://www.recensio.net/rezensionen/zeitschriften/revue-dhistoire-du-xixe-siecle/2021/63/l2019utopie-au-jour-le-jour. | In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Le modèle coopératif belge. Facteurs de succès et d’échec“ (Geert Van Goethem).

Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte

  • Felix Engel / Ellen Franke / Frank Göse / Jürgen Kloosterhuis (Hrsg.): Mehr als nur Soldatenkönig. Neue Schlaglichter auf Lebenswelt und Regierungswerk Friedrich Wilhelms I., Berlin: Duncker & Humblot, 2020. Rezensiert von Vinzenz Czech | In: Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte, 72 (2021), S. 292–294, URL: https://www.recensio-regio.net/rezensionen/zeitschriften/jblg/72-2021/ReviewMonograph235357793. | In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Friedrich Wilhelm I. als Städtebauer, Jäger und Hollandverehrer. Mit einem Plädoyer für ein forst- und jagdgeschichtliches Museum am Potsdamer Jagdschloss Stern“ (Norbert Blumer).

Grafik Rezension

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Paul van Ostaijen in der WABE, Berlin

Foto Paul van Ostaijen

Am 27. und 28. April 2022 finden in der WABE in Berlin-Prenzlauer Berg (Danziger Straße 105, 10405 Berlin) jeweils ab 19:30 Uhr Veranstaltungen zum Werk des flämischen Dichters Paul van Ostaijen (1896 – 1928) mit Liveperformances zeitgenössischer Dichter:innen statt:

  • 27.04. | Paul van Ostaijen und Berlin. Die historische Avantgarde in Berlin in den Zehnern und Zwanzigern
  • 28.04. | Besetzte Stadt, befallene Stadt. Paul van Ostaijen bis jetzt: Poesie und die Krisen von heute

Zitat aus der Veranstaltungsankündigung:

„Ab März 2020 untersuchten die flämisch-niederländische Organisation deBuren und die Paul van Ostaijen-Gesellschaft in dem Projekt Besmette Stad (Befallene Stadt) ein Jahr lang die Parallelen zwischen dieser damaligen Krise und den Krisen, denen wir uns in der Gegenwart stellen müssen.

Im Mittelpunkt der beiden Abende in Berlin steht das Gedicht De Aftocht (Der Rückzug), der letzte Text aus Bezette Stad, in dem Paul van Ostaijen von Berlin aus auf die Befreiung Antwerpens am Ende des Krieges zurückblickt. Hundert Jahre später reagieren flämische, niederländische, deutsche und österreichische Künstler- und Dichter:innen auf diesen Rückzug.“

Mehr Informationen und Tickets: wabe-berlin.info/apr-2022/27-28/

Foto Paul van Ostaijen

Paul van Ostaijen um 1915; Urheber:in unbekannt, Public domain, via Wikimedia Commons

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Vortrag: Eine Kulturgeschichte der Tagebücher von Anne Frank

Grafik Tagungen

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Les jeudis de l’Institut historique allemand“ hält der Historiker Martin van Gelderen (Georg-August-Universität Göttingen) am 31. März 2022 um 18:00 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Lesen und Schreiben um zu leben. Eine Kulturgeschichte der Tagebücher von Anne Frank“.
Der Vortrag wird kommentiert von Ivan Jablonka (Universität Créteil).

Aus dem Veranstaltungtext:

„Dieser Tage sorgt jede neue Geschichte über Anne Frank weltweit für Aufsehen. Erst kürzlich hat die neu aufgenommene (und recht zweifelhafte) Suche nach den Verrätern des Verstecks von Anne Frank und ihrer Familie einen regelrechten Skandal ausgelöst. Anne Franks Tagebuch wurde 1947 veröffentlicht. Sie beschreibt darin ihr Leben im Versteck in einem Hinterhaus der Amsterdamer Prinsengracht, in dem sich ihre Familie zwischen Juli 1942 und August 1944 aufhielt. In den 75 Jahren, die seither vergangen sind, sind die Figur der Anne Frank, ihre Schriften und das Anne Frank Haus zu Symbolen geworden. Sie spielen sowohl in der niederländischen, als auch in der deutschen und der amerikanischen, ja der globalen Erinnerungskultur des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs eine große Rolle.

Dieser Vortrag befasst sich mit Anne Frank in ihrer Rolle der Schriftstellerin und Leserin. Es wird betrachtet, wie Anne in ihrer Begegnung mit der Welt der Literatur, insbesondere der innovativen Arbeit niederländischer Schriftstellerinnen, in ihren Tagebüchern ein Leben des Schreibens und Lesens schuf, das ihr half, zu überleben. Beides ermöglichte es ihr, sich mit den fundamentalen Fragen des Lebens als Teenagerin im Versteck zu beschäftigen, nach ihrem inneren Selbst zu suchen, ihr Jüdischsein anzunehmen und ihren eigenen Weg zwischen der deutschen Kultur ihrer Eltern und dem kulturellen Reichtum des Lebens in Amsterdam zu finden.

Vortrag mit Simultanübersetzung (Deutsch/Französisch)“

Die Veranstaltung findet hybrid statt.

Anmeldung für eine Teilnahme vor Ort (Deutsches Historisches Institut Paris, Hôtel Duret-de-Chevry, 8 rue du Parc-Royal, 75003 Paris): event@dhi-paris.fr

Anmeldung für eine Online-Teilnahme (via Zoom): https://us06web.zoom.us/webinar/register/WN_RYDNA7WBS-Wl9_DozIDLFg

Hier finden Sie mehr Informationen.

Grafik Tagungen

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Shared History on Tour – eine deutsch-niederländische Geschichte auf Schienen

Foto Ausstellung Shared History

Noch bis zum 10. April 2022 hat die deutsch-niederländische Ausstellung „Shared History on Tour – eine deutsch-niederländische Geschichte auf Schienen“ in Münster geöffnet. Die zweisprachige Wanderausstellung im Haus der Niederlande ist eine multimediale Reise durch die gemeinsame deutsch-niederländische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, entlang der Eisenbahnverbindungen im Grenzraum.

Besucher:innen können hier die gemeinsame Geschichte der Niederlande und Deutschlands im Zeitalter der Dampflokomotiven erleben und entdecken wie die großen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts die Beziehungen der beiden Nachbarländer beeinflussten. Im Mittelpunkt steht insbesondere die Grenzregion der „Niederrheinlande“. Historisch gesehen ist dieser Raum eine kulturell und wirtschaftlich eng verbundene Landschaft, in der reger Austausch von Menschen, Waren und Ideen über Jahrhunderte Grundlage von Blüte und Reichtum war. Erst die Entwicklung der Nationalstaaten trennte diese gewachsene Kulturlandschaft durch eine feste Staatsgrenze. Das europäische Bewusstsein nach dem Zweiten Weltkrieg und die Öffnung der europäischen Binnengrenzen schrieben bereits Geschichte. Aber auch in der Zeit davor gab es bereits viele besondere grenzüberschreitende Beziehungen zwischen unseren Nachbarländern und zwischen den Menschen dort.

Zwischen 1874 und 1945 fuhren regelmäßig internationale Fernzüge über die Rheinbrücke bei Wesel. Die Ruine der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengten Brücke ist auch heute weithin sichtbares Zeugnis der deutsch-niederländischen Geschichte in ihren Höhen und Tiefen. Die Ausstellung bietet einen Überblick über die vielen Facetten der Geschichte, die Deutsche und Niederländer in den letzten 150 Jahren verband. Zeiten von Krieg und Frieden, Freundschaft und Ablehnung sind ebenso Teil dieser Geschichte, wie gemeinsame Herausforderungen und nachbarschaftlicher Austausch.

Besucher:innen können in Text, Bild, Film und 360 Grad Video mittels VR-Brillen viele Geschichten und Perspektiven von uns als Nachbarn entdecken.

Das Projekt „Die Geschichte von Krieg und Freiheit ohne Grenzen“ wird im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und mit 1,2 Millionen Euro durch die Europäische Union, das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE NRW) und die Provinzen Gelderland und Limburg mitfinanziert. Konzipiert wurde die Ausstellung durch das LVR-Niederrheinmuseum Wesel.

Bitte beachten Sie, dass beim Besuch des Haus der Niederlande die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) sowie die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske gilt. Da das Programm den jeweils geltenden Hygienebestimmungen und Sicherheitsmaßnahmen angepasst wird, wird gebeten, sich vor Ihrem Besuch über die Zugangsvoraussetzungen und mögliche Änderungen auf der Website www.hausderniederlande.de zu informieren. Der Eintritt ist frei.

Ort: Zunftsaal im Haus der Niederlande, Alter Steinweg 6/7, 48143 Münster

Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 12–18 Uhr, Sa./So. 10–16 Uhr

Foto Ausstellung Shared History

 

Die Ausstellung „Shared History on Tour“ haben wir zum Anlass genommen, im Portal Digitale Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Münster nach interessanten Veröffentlichen zur deutsch-niederländischen Eisenbahngeschichte Ausschau zu halten.

Nachstehend eine Auswahl der digitalisierten Titel:

  • Protokoll über die am 16. Juli d. J. auf dem hiesigen Rathhause abgehaltene Sitzung des Comite-Ausschusses für das Enschede-Karlshafener Eisenbahn-Projekt. Detmold, 1864. urn:nbn:de:hbz:6:1-59503
  • Statistische Erläuterungen zum Prospecte der Westphälisch-Holländischen Eisenbahn. Bielefeld: Velhagen & Klasing, [1868]. urn:nbn:de:hbz:6:1-59512
  • Denkschrift über den vollständigen Ausbau einer Verbindungsbahn zwischen der Venlo-Hamburger- und der Hannover-Altenbekener Eisenbahn mit Benutzung der Bahnstrecke Herford-Detmold. Herford: Heideman, 1880. urn:nbn:de:hbz:6:1-59436
  • Hollandsche IJzeren Spoorweg-Maatschappij 1839–1889. Amsterdam: Ellerman Harms, 1889. urn:nbn:de:hbz:6:1-296443

Im Rahmen der Retrodigitalisierungsaktivitäten des FID Benelux konnten bisher bereits über 3.200 Titel des historischen Benelux-Bestandes der ULB sukzessive digitalisiert und der Allgemeinheit online zur Verfügung gestellt werden. Die Digitalisate dieser gemeinfreien Werke werden unter der Public Domain Mark (PDM) oder der Creative-Commons-Lizenz CC0 1.0 angeboten.

Wenn Sie kurzfristig ein Digitalisat benötigen, können Sie von unserem Digitization-on-Demand-Angebot Gebrauch machen. Wir digitalisieren gemeinfreie Werke mit Benelux-Bezug aus dem Bestand der ULB Münster wie auch aus anderen Bibliotheken für Sie, sofern diese noch nicht andernorts digitalisiert wurden. Hierfür kommen prinzipiell alle Werke in Frage, die dem fachlich-regionalen Profil des FID Benelux entsprechen.

Als gemeinfrei (Public Domain) gelten Werke 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers/der Urheberin. Ein Beispiel: Werke von Autor(inn)en, die im Jahr 1951 verstorben sind, sind ab dem 01.01.2022 gemeinfrei.

Ob sich ein von Ihnen gesuchtes Werk im Bestand der ULB Münster befindet, können Sie im ULB-Katalog ermitteln.

Falls Sie an der Digitalisierung eines historischen Werks interessiert sind, das sich nicht im Bestand der ULB Münster befindet, wird sich der FID Benelux mit der jeweils besitzenden Einrichtung in Verbindung setzen und sich um eine Digitalisierung der betreffenden Publikation bemühen. Diese kann, das Einverständnis der jeweiligen Institution vorausgesetzt, entweder direkt vor Ort oder an der ULB Münster durchgeführt werden. Für die Digitalisierung aktuellerer Werke sind zunächst die Urheberrechtsverhältnisse zu klären.

Der FID Benelux bietet Unterstützung bei der Recherche nach digitalisierten Materialien mit Benelux-Bezug und führt Sie, soweit möglich, zu den digitalisierten Quellen, die Sie für Ihre Arbeit benötigen.

Logo FID Benelux Digitization

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf, wenn Sie bestimmte Digitalisierungswünsche haben oder wir Sie beim Auffinden von Digitalisaten unterstützen können.

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Herman de Coninckprijs 2022 für Tijl Nuyts

Grafik Auszeichnungen

Für seinen Gedichtband Vervoersbewijzen (Wereldbibliotheek) wurde Tijl Nuyts mit dem diesjährigen Herman de Coninckprijs voor poëzie ausgezeichnet.

Die anderen Nominierten auf der Shortlist waren Anne Broeksma mit Vesper (Atlas Contact), Babs Gons mit Doe het toch maar (Atlas Contact), Sasja Janssen mit Virgula (Querido), Lieke Marsman mit In mijn mand (Pluim) und Charlotte Van den Broeck mit Aarduitwrijvingen (De Arbeiderspers).

Mehr Informationen …

Grafik Auszeichnungen

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Stellenangebot: Anwendungs- und Oberflächenentwickler:in

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An der Universitäts- und Landesbibliothek Münster ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine unbefristete Stelle als

Anwendungs- und Oberflächenentwickler:in

zu besetzen.

Die Eingruppierung erfolgt je nach persönlichen Voraussetzungen und Übertragung entsprechender Tätigkeiten bis Entgeltgruppe 10 TV-L. Die Arbeitszeit beträgt zurzeit 39 Stunden 50 Minuten in der Woche.

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB Münster) ist die Zentralbibliothek der Westfälischen Wilhelms-Universität und gleichzeitig Landesbibliothek für den Landesteil Westfalen. Sie ist eine der größten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands mit rund 100 Bibliotheksstandorten. Die ULB Münster bietet ein umfangreiches Portfolio von wissenschaftsnahen Dienstleistungen für Forschende, Lehrende und Studierende an, dessen Weiterentwicklung im Rahmen der aktuellen digitalen Transformationsprozesse in der Wissenschaft von einer großen Entwicklungsdynamik geprägt ist.

Für das DFG-geförderte Projekt Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies (FID Benelux) suchen wir eine engagierte Persönlichkeit mit ausgeprägten Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten sowie lösungsorientiertem Arbeitsstil. Sie zeichnet sich darüber hinaus durch Teamfähigkeit, Flexibilität sowie Belastbarkeit aus und erfüllt folgendes Profil:

  • Einschlägiges fachspezifisches Studium (Bachelor, Diplom (FH)), Ausbildung zum/zur Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung oder eine in der Praxis erworbene vergleichbare Qualifikation.
  • Sehr gute Programmierkenntnisse in einer modernen Programmiersprache, vorzugsweise Python, Java oder PHP.
  • Sehr gute Kenntnisse bei der Gestaltung und Realisierung von Benutzeroberflächen, z.B. unter Verwendung von JavaScript/TypeScript, HTML und CSS.

Wünschenswert sind:

  • Erfahrung in der Entwicklung von Webanwendungen unter Verwendung aktueller Frameworks wie z.B. Laravel, React oder Flask sowie SQL-basierter Datenbanken und REST-basierten Web Services.
  • Gutes Gespür für Design sowie Erfahrungen in der funktionalen und visuellen Gestaltung von Benutzeroberflächen.
  • Erfahrung in der agilen Softwareentwicklung und im Bereich Continuous Integration.
  • Kenntnisse von Virtualisierungstechnologien wie z.B. Docker.

Ihre Aufgaben sind:

  • Entwicklung und Betreuung von Datentransformations- und Datenversorgungs-Prozessen auf der Basis von ETL Werkzeugen im Rahmen des Betriebs, der Pflege und der Optimierung von suchmaschinenbasierten und dokumentenzentrierten Anwendungen insbesondere für den Bereich FID Benelux.
  • Entwicklung und Anpassung moderner Webanwendungen sowie der dazugehörigen server- und clientseitigen Softwaremodule.
  • Gestaltung und Entwicklung von nutzerfreundlichen Weboberflächen unter Verwendung aktueller Technologien, Frameworks und Standards.

Ihr Gewinn:

  • Spannende und abwechslungsreiche Aufgaben in einem innovativen Arbeitsbereich
  • Ein angenehmes Arbeitsklima in einem teamorientierten Umfeld
  • Flexible Arbeitszeitmodelle und ein familienfreundliches Umfeld
  • Interne und externe Weiterbildung
  • Attraktive betriebliche Altersvorsorge des öffentlichen Dienstes
  • Eine attraktive Stadt mit hohem Freizeitwert

Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung, und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Die WWU hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Menschen mit Beeinträchtigung zu beschäftigen. Bei gleicher Qualifikation werden Bewerber*innen mit anerkannter Schwerbehinderung bevorzugt eingestellt.

Die WWU bietet vielfältige Arbeitszeitmodelle für alle Beschäftigten an. Eine Stellenbesetzung in Teilzeit ist grundsätzlich möglich.

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige und vollständige Bewerbung. Senden Sie ihre Bewerbung ausschließlich per E-Mail unter AZ 2022-6 in deutscher Sprache und in einer PDF-Datei von maximal 25 MB Größe bis zum 13.04.2022 an:

bewerbung.ulb@uni-muenster.de

Siehe hierzu auch die entsprechende Stellenausschreibung auf den Seiten der WWU Münster.

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Public Domain 2022: neue Digitalisate

Logo FID Benelux-Digitization

Den Public Domain Day (Tag der Gemeinfreiheit) 2022 haben wir zum Anlass genommen, nach interessanten Autor:innen aus dem Benelux-Kontext Ausschau zu halten, deren Werk ab diesem Jahr gemeinfrei ist.

Während sich die Retrodigitalisierungsaktivitäten des FID Benelux aus urheberrechtlichen Gründen bislang vorwiegend auf Werke beschränkt haben, die bis zur Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts erschienen sind, bieten die entsprechenden Wikipedia-Public-Domain-Day-Listen eine hilfreiche Arbeitsgrundlage, um auch Titel jüngeren Datums bei der Digitalisierung berücksichtigen zu können.

Seit kurzem sind daher auch Werke folgender Autoren aus dem Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Münster unter der Public Domain Mark (PDM) digital verfügbar: Henry Carton de Wiart (1869–1951), Joris Eeckhout (1887–1951), Jan van Oudshoorn (1876–1951), Julius Pée (1871–1951), Frans Verschoren (1874–1951), Louis van Vuuren (1873–1951) und Hubert van de Weerd (1878–1951).

Nachstehend eine Übersicht der 17 digitalisierten Titel:

Titelblatt Carton VertusCarton de Wiart, Henry: Les Vertus bourgeoises. Roman historique. Paris [u.a.] : Ed. Rex, [ca. 1916]. urn:nbn:de:hbz:6:1-435547

Titelblatt Carton vieDelilez, Henri-Joseph; Carton de Wiart, Henry: La vie et les voyages d’un ouvrier foulon du pays de Verviers au XVIIIe siècle. Bruxelles : Lamertin [u.a.], 1921. urn:nbn:de:hbz:6:1-435266

Titelblatt Carton CandidatureCarton de Wiart, Henry: La candidature de Philippe d’Orléans a la souveraineté des provinces Belgiques en 1789 et 1790. D’après des documents inédits. Bruxelles : Lamertin, 1924. urn:nbn:de:hbz:6:1-435201

Titelblatt Eeckhout WoestijneEeckhout, Joris: Karel van de Woestijne. Den Haag : Uitg. „Excelsior“, [1925]. urn:nbn:de:hbz:6:1-435196

Titelblatt Eeckhout SwaenEeckhout, Joris: Litteraire profielen /4 : Michiel de Swaen, Jan Hammenecker, Maurits Sabbe, Urbain van de Voorde, Cyriel Buysse, Antoon Coolen, Fernand Severin, André Baunier, Louis Hémon. 1931. urn:nbn:de:hbz:6:1-435554

Titelblatt Eeckhout inleidingEeckhout, Joris. Een inleiding tot Karel van de Woestijne. Gent : Van Melle [u.a.], 1932. urn:nbn:de:hbz:6:1-435501

Titelblatt Eeckhout LitteratuurEeckhout, Joris. Litteratuur en leven. Brussel : Standaard Boekhandel, 1934. urn:nbn:de:hbz:6:1-435254

Titelblatt Eeckhout TeirlinckEeckhout, Joris: Litteraire profielen /9 : Herman Teirlinck, Jan Eekhout, Jan van Nijlen, Filip de Pillecijn, Karel van de Woestijne, August Vermeylen, Rudolf Schröder. 1940. urn:nbn:de:hbz:6:1-435527

Titelblatt Eeckhout QueridoEeckhout, Joris: Litteraire profielen /13 : Israël Querido, August Vermeylen, Joseph Malègue, Gery Helderenberg, Karel van de Woestijne. 1945. urn:nbn:de:hbz:6:1-435969

Titelblatt Oudshoorn DoolhofOudshoorn, Jan van: Doolhof der zinnen. Amsterdam : Van Oorschot, 1950. urn:nbn:de:hbz:6:1-435396

Titelblatt Pèe MultatuliPée, Julius: Multatuli en de zijnen : naar onuitgegeven brieven, met stamboom en illustraties. Amsterdam : Wereldbibliotheek, 1937. urn:nbn:de:hbz:6:1-435511

Titelblatt Verschoren JeugdVerschoren, Frans: Jeugd. 2. dr., Zeist : Boogaerdt, 1911. urn:nbn:de:hbz:6:1-435958

Titelblatt Vuuren KolonialreichVuuren, Louis van: Die Niederlande und ihr Kolonialreich. Utrecht : Oosthoek, 1932. urn:nbn:de:hbz:6:1-435188

Titelblatt Vuuren Nederlandsch IndieVuuren, Louis van: Nederlandsch Indië als producent van grondstoffen voor de wereldbehoeften. Utrecht : Kemink, [1941]. urn:nbn:de:hbz:6:1-435243

Titelblatt Vuuren RapportVuuren, Louis van: Rapport betreffende een algemeen onderzoek naar de sociaal-economische structuur van het district der Kamer van Koophandel en Fabrieken voor Salland. Utrecht : Kemink, 1941. urn:nbn:de:hbz:6:1-435336

Titelblatt Weerd CivitasWeerd, Hubert van de: De civitas Tungrorum. Antwerpen : Uitgeversmaatschappij Kiliaan, 1914. urn:nbn:de:hbz:6:1-435236

Titelblatt Weerd Noord-GallieWeerd, Hubert van de: Het economisch bloeitijdperk van Noord-Gallië in den Romeinischen tijd. Brussel, 1940. urn:nbn:de:hbz:6:1-435563

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