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Über uns

Wortwolke FID Benelux

Der Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies, im Folgenden kurz: FID Benelux, ist ein Service der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Münster im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Programms der Fachinformationsdienste für die Wissenschaft.

Dieses bundesweit angelegte Förderprogramm ist das Nachfolgeprogramm des Ende 2015 ausgelaufenen Systems der Sondersammelgebiete an deutschen wissenschaftlichen Bibliotheken. Es verfolgt das Ziel, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland unabhängig vom Standort ihrer Tätigkeit einen möglichst schnellen und direkten Zugriff auf Spezialliteratur und forschungsrelevante Informationen zu bieten. Die Fachinformationsdienste ergänzen die Informationsinfrastrukturen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen durch überregionale Dienstleistungen für den Spezialbedarf.

Profil des FID Benelux

Der FID Benelux ist als zentrale Anlaufstelle für forschungsrelevante Literatur und Informationen über die Kultur und Gesellschaft der Beneluxländer sowie forschungsunterstützende Services konzipiert. Als regionaler Fachinformationsdienst mit multidisziplinärer Ausrichtung umfasst der FID in erster Linie Angebote für die Disziplinen Niederländische Sprach- und Literaturwissenschaft (Niederlandistik), Geschichte, Politik, Soziologie, Kulturanthropologie/Volkskunde, Geografie und Landeskunde. Ziel des FID ist es, ein umfassendes Literatur-, Informations- und Beratungsangebot mit elektronischen Mehrwertdiensten zu verbinden, die sich unmittelbar am Bedarf der Fachwissenschaft orientieren. Zu diesem Zweck wird eng mit einer Reihe wissenschaftlicher Bibliotheken und Informationseinrichtungen im Bundesgebiet und in den Beneluxstaaten kooperiert.

Als Informationspezialist im Bereich Niederlandistik und Beneluxforschung versteht sich der FID Benelux als komplementärer Dienstleister in einem vernetzten System. Er setzt auf partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Fachwissenschaft sowie dem Bibliotheks- und Informationswesen, bringt seine Expertise in fachliche und bibliothekarische Zusammenhänge ein und ergänzt lokale, überregionale wie auch internationale Informationsinfrastrukturen durch seine Services für den Benelux-Spezialbedarf.

Dienstleistungsspektrum

Der FID Benelux bietet ein breit gefächertes und flexibel angelegtes Serviceportfolio an, das folgende Komponenten umfasst:


Standort und Nutzung des FID-Bestandes

Die physischen Buch- und Medienbestände des FID Benelux befinden sich im Besitz der ULB Münster. Ein Großteil des niederlandebezogenen Bestandes ist in der Bibliothek im Haus der Niederlande (BHN) untergebracht, wo er gemeinsam mit den Beständen des Instituts für Niederländische Philologie sowie des Zentrums für Niederlande-Studien der WWU Münster nach einer lokalen Fachsystematik aufgestellt ist. Die BHN ist die größte Spezialbibliothek für den Bereich der Niederlandeforschung in der Bundesrepublik Deutschland.

Weitere FID-Bestände sind in der Zentralbibliothek der ULB und in ihren Außenmagazinen zu finden. Hierbei handelt es sich vor allem um ältere Monografien mit Niederlande-Bezug bis zum Erscheinungsjahr 1980, Monografien mit Belgien- oder Luxemburg-Bezug sowie Zeitschriftenbestände.

Die Bestände des FID sind für die überregionale Literaturversorgung bestimmt und können ausnahmslos per Fernleihe (Sigel 6 für die ULB Münster bzw. 6/N für die Bibliothek im Haus der Niederlande) bestellt werden. Die Fernleihe kann über eine dem deutschen Leihverkehr angeschlossene Bibliothek in Auftrag gegeben werden. Alternativ ist eine Ausleihe vor Ort mit einem Benutzungsausweis der ULB Münster möglich. Dieser kann auch von externen Nutzer*innen beantragt werden.

Die Titel sind in der Regel für 4 Wochen ausleihbar.
mehr zu Ausleihkonditionen und Verlängerungen

Zur Historie des FID Benelux

Der Bezug der ULB Münster zu den Beneluxstaaten und die in diesem Kontext aufgebaute Expertise reichen weit zurück. Bedingt durch die räumliche und kulturelle Nähe Westfalens zu den Niederlanden hat insbesondere der Sammelschwerpunkt Niederländischer Kulturkreis eine lange Tradition an der ULB. Im historischen Altbestand befinden sich zahlreiche bedeutende Publikationen über die Niederlande und Flandern aus der Zeit vom 14. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Eine erste finanzielle Unterstützung der Münsteraner Sondersammlung erfolgte in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft. Im Jahr 1949 wurde der Sammelschwerpunkt als Sondersammelgebiet (SSG) Niederländischer Kulturkreis in den Sondersammelgebietsplan der Deutschen Forschungsgemeinschaft aufgenommen. Dieses Sondersammelgebiet wurde von 2006 bis 2015 in Kooperation mit der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln fortgeführt als SSG Benelux.

Bis zum Jahr 2015 wurde in diesem Sammelschwerpunkt ein Spezialbestand mit einem Umfang von rund 92.000 Bänden aufgebaut, darunter ca. 72.000 Monografien sowie gut 20.000 Zeitschriftenbände.

Mehr zum FID-System

Mehr Informationen über das System der Fachinformationsdienste für die Wissenschaft sowie eine Übersicht aller derzeit geförderten Fachinformationsdienste und deren Serviceangebote finden Sie bei Webis – Sammelschwerpunkte an deutschen Bibliotheken.

Webis-Logo

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